SGE seit zwölf Auswärtsspielen sieglos

Die Eintracht will in Stuttgart wieder spielerisch überzeugen

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Marc Stendera (rechts) hier im Training mit Mijat Gacinovic will der Eintracht in Stuttgart nach überstandener Verletzung wieder die nötigen kreativen Impulse fürs Mittelfeld geben.

Frankfurt – Eintracht Frankfurt tritt am Samstag beim VfB Stuttgart an. Vieles muss besser werden, als beim faden Auftritt der Adler im Heimspiel gegen Augsburg vor einer Woche. Lichtblick dafür könnte die Rückkehr von Marc Stendera ins Mittelfeld sein. Von Oliver Haas

Die Ernüchterung war groß nach dem 1:1 der Frankfurter Eintracht im Heimspiel gegen Augsburg. Das Bemühen war der Mannschaft sicherlich 90 Minuten lang nicht abzusprechen und letztlich kam dafür die Belohnung mit dem späten Ausgleichstor durch Marco Russ. Aber spielerisch stotterte vor allem der Mittelfeldmotor der Hessen noch gewaltig. Das soll am Samstag besser werden. Im Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart will das Team von Armin Veh Wiedergutmachung betreiben.

Eintracht seit zwölf Spielen ohne Auswärtssieg

Zumal die Eintracht saisonübergreifend in zwölf Partien auf fremdem Platz ohne Sieg ist. 88 Mal trafen die Hessen bislang auf die Schwaben. Dabei schoss die Eintracht so viele Tore, wie gegen kein anderes Team in der Bundesliga. 146 Mal zappelte der Ball im VfB-Netz. Die jüngste Statistik sieht für die Eintracht allerdings nicht gut aus. In den vergangenen 16 Duellen mit dem VfB konnten die Adlerträger nur zwei für sich entscheiden. Das letzte Mal war dies ein 2:1-Sieg zuhause im März 2014. Aber vielen Fans auf beiden Seiten ist sicher noch eindrücklicher die vorletzte Begegnung der beiden Mannschaften in Erinnerung. In einem irrwitzigen Spiel gewann im Oktober 2014 der VfB Stuttgart sein Auswärtsspiel in der Commerzbank-Arena mit 5:4. Noch auf VfB-Seite siegreich war damals der heutige SGE-Trainer Armin Veh, der nach dem Spiel euphorisch „Fußball ist einfach geil“ schwärmte. Glück brachte ihm dieser Sieg allerdings nicht – nach fünf Monaten warf er das Handtuch beim VfB.

Stendera: "Ich habe keine Schmerzen mehr"

Wenn Veh sich nach dem Spiel am Samstag auch zu solchen Äußerungen hinreißen lässt, könnte dies an einem Rückkehrer ins Team gelegen haben. Denn wichtiger Lichtblick für die Kreativabteilung im SGE-Mittelfeld: Marc Stendera ist nach überstandener Oberschenkelverletzung wieder da. „Ich habe keine Schmerzen mehr,“ ließ er diese Woche nach dem Geheimtraining verlauten. Auch wenn er sich noch „nicht hundert Prozent fit“ sieht, könnte der SGE-Hoffnungsträger die dringend benötigten spielerischen Impulse geben. Noch bis zum 31. August könnte die Eintracht auf dem Transfermarkt zuschlagen. Ein schneller wendiger Mittelfeldakteur sowie ein Spieler für Linksaußen würde den Eintracht-Kader gut ergänzen. Denn es ist fraglich, ob die Jungspunde Luca Waldschmidt und Joel Gerezgiher über die gesamte Saison das benötigte Niveau halten können. Verabschiedet hatte sich diese Woche Takashi Inui aus Frankfurt, der bei SD Eibar anheuerte. Ein Fragezeichen steht nach wie vor hinter der Personalie Václav Kadlec, der ebenfalls noch die Eintracht verlassen könnte.

Zukunftsweisende Entscheidungen im SGE Vorstand

Abseits der Kaderbildung wurden in dieser Woche wichtige Weichen für Eintrachts Zukunft gestellt. Manager Bruno Hübner bekam einen neuen Vertrag und darf bis 2019 weiter die sportlichen Geschicke leiten. Außerdem wechselt Oliver Frankenbach in den Vorstand. Er ist fortan für den Geschäftsbereich Finanzen, IT und Personal mindestens bis 2020 zuständig. Bisher erledigte dies Vorstandsmitglied Axel Hellmann, der weiterhin Zuschauerservice, Sicherheit und Recht zu seinen Aufgaben zählt. Darüber hinaus übernimmt er Marketing und Vertrieb sowie Medien und Kommunikation von Vorstandsvorsitzenden Heribert Bruchhagen. Dieser kümmert sich in seinem letzten Jahr nur noch um die sportlichen Belange.

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