Es brodelt hinter den Kulissen

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Beim 1:0 des Offenbacher Torschützen Thomas Rathgeber gegen Wacker Burghausen gab es bei seinen Kickers-Kollegen kein Halten mehr.

Offenbach – Mehr Konstanz haben sie sich bei den Offenbacher Kickers vor dieser Saison zum Ziel gesetzt. Zumindest dieses Vorhaben ist schon mal grandios gescheitert. Es sei denn, man betrachtet es als konstant, wenn sich Erfolgsserie an Misserfolgsserie reiht. Von Peppi Schmitt

Mit vier Niederlagen sind die Kickers in die Saison der dritten Liga gestartet. Vieles deutete auf Abstiegskampf hin. Doch die Mannschaft hat die Kurve gekriegt und vier Spiele in Folge ohne Niederlage hinter sich gebracht. Wohin also wird der Weg des OFC führen?

Van Lent der Fachmann

Die Situation ist zum Haare raufen: Trainer Arie van Lent.

In der Tabelle sind die Offenbacher weiter im unteren Teil platziert, auf Platz zwölf. Der Abstand zur Abstiegszone beträgt vier Punkte, der zum Aufstiegs-Relegationsplatz sechs. Alles noch drin also. Dem nächsten Spiel, zu Hause gegen den punktgleichen Karlsruher SC, wird große Bedeutung für den weiteren Verlauf der Vorrunde zukommen. Trainer Arie van Lent hat sich seit seinem Amtsantritt in Offenbach im Sommer 2011 als Fachmann dafür entpuppt, das Ruder in vermeintlich aussichtslosen Situationen herumzureißen. Der ehemalige Mönchengladbacher und Frankfurter Stürmer schafft das mit viel Ruhe, ohne Hektik, ohne die ganz großen Worte. Ganz offenbar ist er in der Lage, die richtigen Schlüsse zu ziehen und seine Spieler zu überzeugen. Der Holländer hat an der einen oder anderen Stellschraube gedreht ohne große personelle Veränderungen herbeiführen zu können.

Ob es allerdings dazu reichen wird, tatsächlich noch in den Aufstiegskampf einzugreifen, daran bestehen doch große Zweifel.

Wo bleiben die Torjäger?

Den Kickers fehlt es in allen Mannschaftsteilen an Spielerpersönlichkeiten. Sie haben gute Spieler, aber keine überragenden. Vor allem haben sie keinen Stürmer, der sich als echter Torjäger präsentiert und für fünfzehn, zwanzig Treffer pro Saison gut ist. Der letzte war Olivier Occean, der spielt inzwischen in der Bundesliga beim Nachbarn Eintracht Frankfurt.

Hinter den Kulissen brodelt es weiter am Bieberer Berg. Eine neue Führung muss gefunden und gewählt werden. Es gibt es Versuche, einen Gegenkandidaten für den bisher einzigen Präsidentschaftsanwärter Dr. Frank Ruhl zu finden. Niemand weiß so genau, wie es weitergeht. So wie niemand weiß, wie es um die Finanzen beim OFC wirklich steht.

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