Kehler-Truppe siegt deutlich mit 5:2

Bissige Löwen zähmen Freiburgs Wölfe

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Die Löwen, hier mit Clarke Breitkreuz (links) und Nick Mazzolini (rechts), setzen Freiburgs Torwart Christoph Mathis gehörig unter Druck.

Frankfurt - „Drei Punkte und Wiedergutmachung für die Riessersee-Pleite“ hatte Löwen-Trainer Tim Kehler gegen den Zweitliga-Aufsteiger Wölfe Freiburg gefordert. Gegen die Breisgauer gab es dann am Freitag auch einen deutlichen 5:2-Heimsieg. Von Uwe Lange

Gut 4.000 Zuschauer sahen dabei die Treffer durch Nick Mazzolini (2), Richie Mueller (2) und Matt Tomassoni, die sich für die Frankfurter in die Torschützenliste eintrugen. Kehler musste auf vier Akteure seines Kaders verzichten, da sich Angreifer Nils Liesegang kurzfristig zu den bekannten Langzeitverletzten gesellte, während Stürmer Brett Breitkreuz sein Debüt im Trikot der Löwen gab. Die Löwen begannen furios, doch der erste Treffer fiel auf der Gegenseite (vierte Minute), als die Abwehr der Hessen zu sorglos war. Doch was ein guter Kapitän wert ist, zeigte sich fünf Minuten später, als Nick Mazzolini zum Ausgleich einnetzte. Dies war dem US-Boy aus Alaska aber nicht genug, denn als seine neuformierte Reihe mit ihm und den Breitkreuz-Brüdern wieder einmal Freiburgs Abwehr neckte, war das 2:1 fällig (16.). Diese Formation war von den Wölfen nie zu stoppen, sobald die US-Kanadische-Combo auf dem Eis erschien, herrschte Alarmstufe Rot im Wölfe-Rudel. In Durchgang zwei das gleiche Bild: Angreifende Löwen, abwehrende Wölfe. Richie Mueller hieß der Erfolgsgarant in diesem Abschnitt, als er eine Vorarbeit von Neuzugang David Brine verwertete. Freiburg vergab danach die Chance zum Anschluss. Das letzte Drittel brachte Unterhaltung der anderen Art, als sich die Akteure beider Teams vor Freiburgs Gehäuse in die Haare gerieten und die Fäuste flogen. Der Schiedsrichter schickte Löwe Brett Breitkreuz und dessen Widersacher zur Abkühlung unter die Dusche. Von dort konnten sie den Torjubel zum 4:1 hören, den Richie Mueller mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend (54.) auslöste. Der Aufsteiger steckte nicht auf, kam noch zum Anschlusstreffer (57.), den die Löwen durch Matt Tomassonis sattem Schlagschuss nur 81 Sekunden später beantworteten. Mit dem Sieg rückten die Löwen auf Platz zwei der Tabelle vor, den es gilt beim heutigen Match in Crimmitschau (17 Uhr) zu verteidigen. Die Eispiraten gelten im heimischen Sahnpark als unbequemer Widersacher, stellten an einem guten Tag schon so manchem überheblichen Favoriten ein Bein.

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