Und bleibt Trainer Rico Schmitt?

Beginnt das große Aufräumen bei den Offenbacher Kickers?

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Bleibt Rico Schmitt Trainer in Offenbach?

Offenbach - Rico Schmitt ist noch Trainer der Offenbacher Kickers. Aber wie lange noch? Das weiß in diesen Tagen niemand so genau. Das neue Präsidium des OFC hat nach knapp zweimonatiger Einarbeitungszeit ganz offenbar zum Großreinemachen angesetzt. Von Peppi Schmitt

Erstes Opfer war Geschäftsführer David Fischer, der nach gut drei Jahren gehen musste. „Es ist die beste Lösung für beide Seiten“, hatte Präsident Helmut Spahn nach „sachlichen und angenehmen Gesprächen“ erklärt, es gehe nun um einen „Neuanfang“. Der 32 Jahre alte Fischer ist mit Würde gegangen. Kickers Offenbach sei etwas ganz Besonderes und Außergewöhliches“, betonte er zum Abschied, „ich werde diesem Club immer verbunden bleiben.“ Es ist kein Geheimnis, dass gerade Fischer und Schmitt in den letzten Jahren gut und vertrauensvoll zusammengearbeitet und die Kickers sportlich auf Kurs gebracht haben.

Oliver Reck wird als Nachfolger gehandelt

Am vergangenen Mittwoch nun ist es endlich zu einem ersten ausführlichen Gespräch zwischen den neuen „Machern“, OFC-Boss Helmut Spahn, seinem Vize Remo Kutz und dem neuen sportlichen Leiter Sead Mehic gekommen. Schmitt sollte seine sportlichen Vorstellungen für die restlichen 15 Spiele dieser Saison vortragen. „Ergebnisoffen“ sei das Gespräch angelegt, hatte Kutz, der aktuell auch die Position des Geschäftsführers ausfüllt, angekündigt. Sollte heißen: Es kann sein, dass Rico Schmitt Trainer bleibt. Es kann aber auch sein, dass er gehen muss. In aller Ruhe will die neue Führung der Kickers die aktuelle Situation prüfen und dann entscheiden. Ob und wie lange der 47 Jahre alte Schmitt, dessen Vertrag bis zum Ende dieser Saison läuft und sich nur bei Aufstieg automatisch verlängert, freilich die ungewisse Situation mitträgt, ist offen. Zumal in der Öffentlichkeit bereits mit Oliver Reck der Name eines möglichen Nachfolgers gehandelt wird. Reck hatte seine aktive Karriere einst beim OFC begonnen (1982 bis 1985), war bekannt geworden durch viele gute Jahre im Tor von Werder Bremen.

Schnelle Entscheidung ist gefragt

Als Trainer hatte er zuletzt in der vergangenen Spielzeit beim Zweitligisten Fortuna Düsseldorf gearbeitet. Eine schnelle Entscheidung in der Trainerfrage ist sicher vonnöten, das ist allen Beteiligten in Offenbach klar. Denn nach ein paar freien Tagen, ist für Montag das nächste Training angesetzt. Und schon am Mittwoch findet ein erstes Testspiel bei Borussia Fulda statt. Spieler und Fans gleichermaßen haben großes Interesse daran, zu erfahren, wer in Zukunft das sportliche Sagen auf dem Bieberer Berg hat. Ganz wichtig auch: Wenn die Kickers noch eine Chance sehen, den Neun-Punkte-Rückstand auf die Aufstiegsplätze aufzuholen und sie sich in diesem Fall entschließen, neue Spieler als Verstärkungen zu holen, muss dies natürlich mit dem Trainer abgesprochen sein. Mit dem alten. Oder eben mit dem Neuen.

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