Beddoes: „Jetzt  zeigen wir unser  wahres Gesicht“

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Marco Müller (rechts) kommt gegen Bad Nauheim in Bedrängnis. Der Verteidiger kann seinen Löwen aufgrund seiner Schulterverletzung in dieser Saison wohl nicht mehr helfen.

Frankfurt – Mit dem fünften Platz nach der Vorrunde der Oberliga-West haben die Löwen Frankfurt ihre selbst gesteckten Ziele erreicht. Ein mehr als erfolgreiches Jahr mit der Regionalliga-Meisterschaft, dem Aufstieg in die Oberliga, der Wahl zur „Mannschaft des Jahres“ in Frankfurt und dem erfolgreichen Abschneiden als bester sportlicher Newcomer ist zu Ende. Von Uwe Lange

So schauen alle Beteiligten nun gespannt auf den Start der Meisterrunde der besten acht Teams, für die sich neben den Löwen auch endgültig Dortmund, Nauheim, Kassel, Duisburg, Hamm, Königsborn und Ratingen qualifiziert haben. Die Letztgenannten sind dann auch gleich am 6. Januar der Auftaktgegner am heimischen Ratsweg. In der Runde dieser Mannschaften gilt es, die Plätze eins bis vier zu belegen, um die lukrativen Ausscheidungsspiele gegen die besten Clubs aus dem Norden und Osten sowie später gegen die Südligisten zu erreichen.

Dass dies kein leichtes Unterfangen wird, zeigten die Spiele der Vorrunde, als das Löwen-Rudel viel zu oft als Verlierer den Platz verließ. Gerade in den Derbys gegen die Kassel Huskies und die Roten Teufel aus Bad Nauheim hatten die Fans vom Main sich bessere Resultate gewünscht als vier knappe und auch unglückliche Niederlagen. Gründe hierfür gibt es zahlreiche, die vom eklatanten Verletzungspech mit bis zu sechs Spielern reichen als auch auf die oft fehlende Harmonie der 16 Neuzugänge zurückzuführen sind.

Sportchef Michael Bresagk und Coach Clayton Beddoes wollen Kader verstärken

Sportchef Michael Bresagk hat mit seinem Coach Clayton Beddoes diese Schwachstellen registriert und bemüht sich derzeit emsig um einige Verstärkungen des Kaders. Da Verteidiger Marco Müller wohl mit seiner schweren Schulterverletzung bis zum Saisonende fehlen wird, steht mindestens ein neuer Abwehrspieler an oberster Stelle der Prioritätenliste. Auch ein weiterer Stürmer für den aus beruflichen Gründen ausscheidenden Paul Knihs war auf dem weihnachtlichen Wunschzettel der Löwen-Verantwortlichen, die in diesen Tagen auf Vollzug bei den Verpflichtungen hoffen.

Die wie immer zahlreichen Fans der Frankfurter, die die eher sportlich wertlose Vorrunde mit einem Besuch von immerhin 4000 Besuchern im Schnitt honoriertem, würden es gerne sehen, wenn ihre Löwen in der Meisterrunde um die vorderen Plätze mitspielen würden und auch in den erneut folgenden Treffen gegen Kassel und Bad Nauheim nicht immer als zweiter Sieger das Eis verlassen.

Trainer Beddoes ist sich sicher, dass „mein Team jetzt das wahre Gesicht zeigen wird und mit den erhofften Verstärkungen den Favoriten ab und zu ein Bein stellen kann“.

Der Zeitpunkt wäre mehr als günstig gewählt, denn nur die Hälfte der jetzt acht Eishockey-Mannschaften wird schließlich weiterkommen und darunter sollen sich auf jeden Fall die heißhungrigen Löwen aus Frankfurt befinden.

Für die Frankfurter Löwen startet am 6. Januar die Meisterrunde

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