Damenbasketball

Kampf um Play-Offs: Rhein-Main-Baskets müssen gegen Verfolger ran

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Svenja Greunke (rechts) fällt wegen einer Verletzung am Knie für unbestimmte Zeit aus.

Langen/Hofheim – Einen Monat vor den Play-Offs wird es in der Tabelle immer enger. Nachdem die Rhein-Main-Baskets gegen Wasserburg untergegangen sind, müssen sie nun gegen die unmittelbaren Verfolger ran. Von Fabienne Seibel 

Obwohl die Rhein-Main-Baskets bisher eine erfolgreiche Bundesliga-Saison gespielt haben, sitzen ihnen ihre kommenden Gegner aus Halle, Herne, Marburg  und Chemnitz direkt im Nacken. Diese Teams sind mit derzeit jeweils 20 Punkten gleichauf, die Rhein-Main-Baskets liegen mit vier Punkten noch vorne.

In dieser entscheidenden Phase starten die Langener und Hofheimer Basketballerinnen jedoch angeschlagen. Center-Spielerin Svenja Greunke fällt wegen einer Außenbandverletzung am Knie für unbestimmte Zeit aus. „Das ist ein bitterer Verlust. Svenja hat gerade in den letzten Spielen wieder gezeigt, wie wichtig sie für das Team ist. Sie bringt Ruhe ins Spiel. Das ist nicht einfach zu kompensieren. Jetzt müssen wir noch mehr als Team zusammen rücken“, sagt Francis Pieczynski. Die 24-Jährige ist selbst seit Wochen angeschlagen und leidet trotz intensiver Behandlung unter Rückenbeschwerden. Pieczynski: „Mittlerweile wird vermutet, dass meine Beschwerden mit dem Pfeifferschen Drüsenfieber, an dem ich vor zwei Jahren erkrankt war, zu tun hat. Man kann Jahre danach noch Gelenkprobleme bekommen.“

Revanche für Hinspielniederlage

Auf die Halle Lions treffen die Rhein-Main-Baskets am Sonntag um 16 Uhr in der Langener Georg-Sehring-Halle. Eine Besonderheit der Lions: Mit Center-Spielerin Katharina Fikiel, die 1,95 Meter misst, haben sie eine der größten Spielerinnen der Liga in ihren Reihen. Den Großen das Leben unter dem Korb schwer zu machen, erwies sich für die Baskets beim Hinspiel gegen Halle als falsche Taktik. „Die kleineren Spielerinnen haben viel von außen getroffen. Damit war gegen Halle schwer zu verteidigen“, sagt Pieczynski. Nun will die Mannschaft um Trainer Klaus Mewes anders gegen die Lions vorgehen. Pieczynski: „Wir müssen definitiv wieder mehr als Team funktionieren und uns in der Verteidigung steigern. Beim Eins gegen Eins müssen wir besser werden und versuchen, den Top-Schützen aus Halle Fouls anzuhängen.“

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Von Vorteil kann für die Rhein-Main-Baskets sein, dass die Mannschaft aus Halle in der bisherigen Rückrunde einige Niederlagen wegstecken musste und Martin Dornhoff erst vor kurzem als neuer Trainer das Team übernommen hat. „Sowas bringt Unruhe in eine Mannschaft“, blickt Pieczynski auf die Begegnung. Trainer Mewes: „Die Niederlage in Wasserburg wird uns nicht runterziehen. Solche Niederlagen hat dieses Team in der Vergangenheit schon prima verarbeitet. Wir wollen gegen Halle an unsere Heimstärke anknüpfen.“ Nach dem Spiel gegen Halle müssen die Rhein-Main-Baskets noch für drei Spiele aufs Parkett, bevor am 5. und 6. April die Play-Offs starten. Dann spielen die besten acht Mannschaften im K.O.-System um die deutsche Meisterschaft.

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