Saisonauftakt für die Baseballer in der Bundesliga

Den Bad Homburg Hornets fehlt die Konstanz

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Einer von Bad Homburgs neuen Hoffnungsträgern: Der 28-jährige Outfielder und Pitcher Gary Owen.

Bad Homburg – Zumindest einmal haben die Bundesliga-Baseballer der Bad Homburg Hornets ihre Angriffslust schon bewiesen. Dem Triumph gegen Tübingen sollen weitere Siege und am Ende der direkte Klassenerhalt folgen.

 Wenn Roland Spitzegger über die ersten Eindrücke der noch jungen Saison spricht, fühlt er sich an die Fußballer der Frankfurter Eintracht erinnert. Stichwort Wundertüte. „Wir können sehr gut, aber auch richtig schlecht spielen“, sagt der Hornets-Teammanager.

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Zum Auftakt beim fünfmaligen Meister Regensburg zeigten die Bad Homburger ihre zwei Gesichter. 0:17 kam der Underdog in Spiel eins unter die Räder. „Wir sind sang- und klanglos untergegangen“, fasste Spitzegger die „Tragödie“ zusammen. Wenige Stunden später stand – gefühlt – eine andere Mannschaft auf dem Platz. Offensichtlich hatte Trainer Martin Matlacki die richtigen Worte gefunden. Bis ins achte und vorletzte Inning hielten die Hornets dem Titelaspiranten stand. Erst als der amerikanische Hoffnungsträger Gary Owens das Feld verließ, brachen alle Dämme – 1:11.

Das Gesicht der Mannschaft hat sich verändert

Umgekehrt verlief der „Home opener“ gegen den alten Rivalen Tübingen. Im ersten Spiel führten die Kurstädter nach drei Durchgängen mit 5:0 und retteten den Vorsprung auch durch einen Home Run von Owens ins Ziel. Dass der erst am Karfreitag aus der australischen Liga zur Mannschaft gestoßene Pitcher noch etwas Anlaufzeit braucht, zeigte sich bei der 1:13-Niederlage im zweiten Duell, in dem auch die Teamkollegen offensiv wenig zustande brachten. „Unser großes Problem ist die fehlende Konstanz“, betont Spitzegger. Das hängt sicher auch mit dem Umbruch vor der Saison zusammen. Denn das Gesicht der Hornets hat sich verändert: Neben Owens heuerten die US-Boys Chris Ciatti (Ulm Falcons) und Jason Lillebo (Darmstadt Whippets) sowie Nachwuchs-Ass Victor Voll (Hünstetten Storm) in Bad Homburg an. Dem gegenüber steht der Abgang von drei Leistungsträgern: Pitcher Ales Keprta wechselte nach Tschechien, Nationalspieler Eric Brenk zu den Bonn Capitals, Matthew Broder verließ die Hornissen mit unbekanntem Ziel. Dennoch ist Spitzegger guter Dinge, das sportliche Ziel zu schaffen. Und das heißt: Klassenerhalt.

Auf Importspieler wollen sich die Hornissen nicht verlassen

Am liebsten ohne Relegationsspiele und Hängepartien wie in den Vorjahren . Doch alleine auf die Dominanz der Importspieler wollen sich die Hornets mittelfristig nicht verlassen. Ein starker Unterbau ist gefordert. So gehen in dieser Saison drei Männer-Teams an den Start, aufstrebende Talente stehen in den Startlöchern. Durch den Zusammenschluss mit dem Nachwuchs der vor Rundenbeginn aufgelösten Dreieich Vultures schicken die Kurstädter zwei schlagkräftige Jugendteams ins Rennen. Alleine sechs Nationalspieler sollen das große Ziel - die deutsche Meisterschaft - sicherstellen. „Mit der Anzahl an Talenten werden die nächsten vier bis fünf Jahre richtungsweisend für unseren Verein“, kündigt Spitzegger an. „Die Jungs entwickeln sich sehr gut und ich kann mir gut vorstellen, dass der eine oder andere dieses Jahr positiv auffallen wird“, ergänzt Matlacki. „Männerluft“ sollen die 15-Jährigen zunächst bei den Reserve-Teams in der Landesliga und Regionalliga schnuppern, mittelfristig dann aber auch im Trikot der „großen“ Hornissen stechen. zin

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