Abstieg oder Relegationsplatz?

Das Bangen der Bad Homburg Hornets

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Wollen erstklassig bleiben: Die Bad Homburg Hornets.

Bad Homburg – Sportlicher Abstieg oder Relegationsplatz? Diese Frage könnte sich für die Baseballer der Bad Homburg Hornets  beim Doppelspieltag in Tübingen entscheiden. Mit zwei Siegen wären sie durch, zwei Niederlagen würden das Aus bedeuten.

Gewinnen beide Mannschaften jeweils ein Spiel, geht die Playdown-Serie in die Verlängerung.

Eine Verletzung wünscht man keinem Sportler. Erst recht nicht, wenn es sich um einen ehemaligen Schützling handelt. So zuckte Roland Spitzegger zusammen, als Tübingens Kyle Waddell von einem Ball mit voller Wucht an der Wade getroffen wurde und zu Boden ging. Später musste der Pitcher, im vergangenen Jahr noch in Bad Homburg unter Vertrag, ärztlich versorgt werden. „Das sah gar nicht gut aus, wir wünschen Kyle natürlich, dass er schnell fit wird“, betont der sportliche Leiter der Hornets. Bei aller Fairness weiß der Österreicher natürlich, dass der wahrscheinliche Ausfall des US-Amerikaners die Tübinger erheblich schwächen und die Chancen seines Teams deutlich erhöhen würde. Sowohl in den Liga-Duellen als auch zum Auftakt der Playdown-Serie in Bad Homburg war Waddell der überragende Mann. Bei der 2:6-Niederlage in Spiel eins machten die Hornissen gegen den Pitcher keinen Stich. Hinzu kommt, dass der Amerikaner über einen europäischen Pass verfügt, somit ohne Einschränkungen spielberechtigt ist.

Zuversicht für die Relegation

In der Baseball-Bundesliga dürfen nur zwei Nicht-EU-Bürger einer Mannschaft gleichzeitig auf dem Feld stehen. Im zweiten Spiel des sogenannten „Doubleheaders“ darf das Aufgebot dann um einen Nicht-EU-Pitcher ergänzt werden. Eine Rolle, die der Bad Homburger Matt Broder prima ausfüllt. Mit neun Strikeouts in sieben Durchgängen sowie zwei erzielten Punkten war der US-Pitcher Garant für den 11:1-Sieg. „Matt hat einen großartigen Job gemacht“, sagt Spitzegger. „Ich bin zuversichtlich, dass wir uns in die Relegation retten werden.“ Und das wäre vermutlich schon der direkte Klassenerhalt. Denn wie in den Jahren zuvor, hegen die Zweitliga-Teams kaum Ambitionen auf einen Platz im Oberhaus. Aktuell wären die Frankfurt Eagle erster Anwärter auf einen Relegationsplatz. Die dürften aufgrund ihrer negativen Saisonbilanz aber nicht an möglichen Aufstiegsspielen teilnehmen. „Die Chance, dass ein Zweitligist tatsächlich Relegation spielen will, ist sehr gering“, sagt Spitzegger. Selbst im Fall des sportlichen Abstiegs bliebe den Bad Homburgern ein Hintertürchen: Da die Erstliga-Reserveteams aus Regensburg und Mainz nicht aufsteigen dürfen, wäre Neuenburg als Tabellendritter an der Reihe. Ob sich die „Atomics“ der Herausforderung Bundesliga stellen wollen, ist ungewiss.

Diese Szenarien wollen die Hornets ausblenden und in Tübingen für klare Verhältnisse sorgen. Zu gegenwärtig ist die Zitterpartie aus den vergangenen Spielzeiten. Spitzegger: „Darauf wollen wir diesmal nicht angewiesen sein.“ zin

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