Baseball in Bad Homburg

Hornets: Letzte Hoffnung Play-down-Runde

+
Ales Keptra von den Bad Homburg Hornets holt aus.

Die Baseballer der Bad Homburg Hornets treten auf der Stelle. Nach sieben Pleiten in Serie halten sie in der Bundesliga allein die Laterne des Tabellenschlusslichts in ihren Händen.

Bad Homburg – Was er vom kommenden Spieltag erwartet? „Nicht viel“, sagt Roland Spitzegger. Zuversicht klingt anders. Vor dem doppelten Gastspiel beim Spitzenreiter Heidenheim geht es für die Hornets darum, die Ergebnisse im erträglichen Rahmen zu halten. Das 0:21-Debakel an Fronleichnam soll sich nicht wiederholen.

Ein Fünkchen Hoffnung zieht der Tabellenletzte aus dem ersten Duell mit den „Heideköpfen“, das nur mit 0:5 verloren ging. „Da haben wir gut gespielt und auch in der zweiten Partie ordentlich mitgehalten“, sagt der sportliche Leiter. „Allerdings nur bis zum fünften Inning.“ Dann drehte der Tabellenführer auf, erzielte weitere 13 Punkte und entschied die Partie im Sinne der „Überlegenheitsregel“ nach sieben Durchgängen für sich.

Frustriert über vermeidbare Niederlagen

Ein Schicksal, das die Hornets in dieser Spielzeit mehrfach ereilte. 0:10 und 1:14 hieß es in Haar, auch gegen Serienmeister Regensburg mussten die Bad Homburger vorzeitig das Spielfeld räumen. Trotz dieser klaren Resultate will Spitzegger von einer Zwei- oder gar Dreiklassengesellschaft im Oberhaus nichts wissen. „Die Ergebnisse und auch die Tabelle spiegeln nicht immer wider, wie gering die Unterschiede tatsächlich sind. Wir sind nicht so weit weg von Stuttgart, Haar, oder Mainz und hatten auch schon mal Regensburg am Rande einer Niederlage.“ Einzig die Heidenheimer seien eine Nummer zu groß.

Lesen Sie auch:

Hornets starten in die Saison

Donald Lutz will in die Major League

Trendsport Headis

Frustrierender sind für den sportlichen Leiter ohnehin die vermeidbaren Niederlagen wie zuletzt das 3:4 nach zweimaliger Verlängerung gegen die Stuttgart Reds. „Uns fehlt vor allem die Beständigkeit. Gute Spiele wechseln sich mit katastrophalen Spielen ab“, betont Spitzegger und nimmt seine Schützlinge in die Pflicht. „Die Spieler, die ein großartiges Spiel gemacht haben, machen im nächsten einen Fehler nach dem anderen. Das ist der Unterschied zu den wirklich guten Mannschaften.“

Eric Brenk verletzt

Neben Unzulänglichkeiten in der Defensive sieht der Österreicher vor allem in der Angriffsausbeute noch viel Luft nach oben. Da trifft es die Hornets besonders hart, dass sich Neuzugang Eric Brenk an der Hand verletzt hat und am Wochenende fehlen wird. „Eric ist ein Stabilisator für die komplette Mannschaft. Als Shortstop gibt er die Sicherheit, die wir brauchen“, bedauert Spitzegger den Ausfall. Seit der Winterpause standen die Hornets in Kontakt mit dem US-Amerikaner, mussten aber die Finanzierbarkeit prüfen.

Da traf es sich, dass Brenk ohnehin erst im Laufe der Saison zum Team stoßen konnte. Und der 22-Jährige fügte sich gleich prima ein und führte die Bad Homburger zum Sieg gegen den Abstiegskonkurrenten Tübingen. „Eric möchte an der Uni seinen Master machen. Wir hoffen sehr, dass er genommen wird. Dann würde er uns auch im Winter und die nächsten beiden Spielzeiten erhalten bleiben“, sagt Spitzegger.

Start der Play-down-Runde

Das gilt freilich nur für den Fall, dass die Hornissen den Klassenerhalt schaffen.

Nach dem Doppelspieltag in Heidenheim und dem Hauptrundenabschluss in Mainz startet die Play-down-Runde, in der die vier schwächsten Teams aufeinandertreffen. Die Siege und Niederlagen aus der Abschlusstabelle der regulären Saison werden dabei übernommen. Grund genug für die Hornets, sich nochmal voll ins Zeug zu legen. „Wir wollen die Spiele nutzen, um an den Schwächen der Vergangenheit zu arbeiten“, so Spitzegger.

Spätestens in der heißen Saisonphase soll dann auch Eric Brenk wieder mit an Bord sein. zin

Kommentare