Bad Homburger Baseballer starten mit Neuerungen in die neue Saison

Hornets wollen mit jugendlichen Kräften die Klasse erhalten

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Keine Bruchlandung soll die neue Saison bei den Baseballern der Hornets aus Bad Homburg werden. Wie in dieser Szene aus der Vergangenheit muss dafür um jeden Zentimeter gekämpft werden.

Bad Homburg  –Die Bundesliga-Baseballer der Bad Homburg Hornets starten am Sonntag in die Saison. Nach der sportlichen wie wirtschaftlichen Zitterpartie im vergangenen Jahr hat sich bei den Kurstädtern vieles verändert. Nur das Saisonziel bleibt dasselbe: Der Klassenerhalt.

 „2014 wird ein Aufbaujahr“, sagt der sportliche Leiter Roland Spitzegger. Ein Aufbaujahr, das vermutlich zum Lehrjahr werden wird. Vorbei sind die Zeiten, als sich die Baseballer aus der Kurstadt wie die meisten Konkurrenten auf dem amerikanischen Spielermarkt bedienen konnten. Stattdessen setzen die Hornets auf junge, talentierte Spieler aus der Region. Sie kommen aus Mainz, Frankfurt, Dreieich oder Darmstadt und sollen langsam im Oberhaus Fuß fassen.

Dieser Umschwung kommt freilich nicht ganz freiwillig. Es fehlt schlichtweg an den finanziellen Mitteln, um mehrere auf diesem Niveau eigentlich unentbehrliche Übersee-Importe zu bezahlen. Bei den Hornets spürt man die Nachwehen der Vorsaison, als nach dem sportlichen Abstieg mit Ach und Krach, der kurzfristigen Hilfe von Sponsoren sowie dem Entgegenkommen des Verbands doch noch die Liga gesichert wurde. Diese Hängepartie soll und darf sich nicht wiederholen.

Trainer bring Bundesliga-Erfahrung mit

Der im Vergleich zum Vorjahr geschrumpfte Etat floss daher vornehmlich in Perspektivspieler. „Wir sehen das als eine Investition in die Zukunft“, sagt Spitzegger plakativ. Ein Beispiel für den neuen „Jugendstil“ ist Daniel Klein. Der 22-jährige Pitcher arbeitet in Oberursel und wechselt von den Mainz Athletics in die Kurstadt. Dort kam er aber nur zu zwei Einsätzen in der vergangenen Saison

„Daniel passt sehr gut in das Team und kann sich bei uns mehr Erstligaeinsätze erarbeiten“, sagt Spitzegger. Ebenfalls aus Mainz kommt auch der neue Trainer: Martin Matlacki hat seine Arbeit im Winter aufgenommen und bringt langjährige Bundesliga-Erfahrung als Spieler und Trainer mit. Von 1998 bis 2010 spielte der 30-Jährige beim Erstligisten Saarlouis Hornets und war dort auch als Nachwuchscoach tätig. In Mainz pendelte er zwischen Schlagmal und Seitenlinie. „Ich will den Verein voranbringen, eine langfristige Linie reinbringen und damit die Hornets für junge Talente noch attraktiver machen“, sagt Matlacki, der sich in Bad Homburg vordergründig auf seinen Trainerjob konzentrieren will.

Matt Broder erstezt Pitcher Glynn

„Wir sind froh mit Martin den Trainer gefunden zu haben, der die Brücke zwischen Nachwuchs und Bundesliga schlagen kann“, sagt Spitzegger. Mit der Vorbereitung zeigten sich die Verantwortlichen recht zufrieden, wobei es im Testspiel gegen Auftaktgegner Mannheim eine 3:16-Klatsche setzte. „Mannheim zählt zu unseren unmittelbaren Konkurrenten im Abstiegskampf“, betont Spitzegger. Dabei haben sich die Tornados in der Winterpause mit sechs internationalen Neuzugängen verstärkt und streben höhere Ziele an. Dennoch sieht der sportliche Leiter die Partie am Sonntag als erste Standortbestimmung für die Hornets, die erstmals auf die Dienste von Matt Broder zurückgreifen können. Der Absolvent der Uni von Michigan ersetzt Pitcher Elliot Glynn und soll mit seiner Erfahrung die jüngeren Spieler führen. Ganz ohne Unterstützung aus Übersee geht es doch nicht.

zin

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