Aufstieg? Spielerisch möglich, finanziell könnte es eng werden

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Stark: TSG-Spielerin Jana Heßler setzt sich beim Heimspiel gegen Köln am 21. Januar gegen ihre Gegenspielerinnen durch.

Bad Homburg – Die letzten fünf Spiele haben sie allesamt für sich verbuchen können: Die Handball-Spielerinnen der TSG Ober-Eschbach führen die Tabelle der Dritten Liga an. Ein Aufstieg in die Zweite Liga ist möglich. Zumindest, wenn sich einige finanzielle Probleme noch lösen lassen. Von Julia Renner

Gerhard Döll ist stolz auf „die Mädels“, wie er die Spielerinnen der TSG nennt. Der ehrenamtliche Manager der Handballerinnen spricht von „hoch engagierten“ Frauen, „die es verdient haben, dass man sie unterstützt“. Und es ist vor allem finanzielle Unterstützung, die das Team braucht. Denn „wenn es uns nicht gelingt, noch eine Menge Leute für die Mannschaft zu begeistern, dann brauchen wir über einen Aufstieg nicht nachzudenken“, sagt Döll.

Ein Aufstieg würde Kosten nach sich ziehen. Es werden enorme Fahrtkosten auf den Verein zukommen, denn für die Spiele müsste die Mannschaft quer durch die Republik fahren. Und von einer Studentin, die 50 Kilometer von Ober-Eschbach entfernt wohnt, könne man nicht verlangen, so sagt Gerhard Döll, dass sie vier Mal pro Woche zum Training kommt und die Fahrten auch noch selbst finanziert. Hinzu kommen Kosten für Trainer, Masseur, Ausrüstung und Trainingslager. Und die Rahmenbedingungen müssten auch stimmen, um neue, gute Spielerinnen in den Verein zu locken.

Die Einnahmen, die die Zuschauer durch Ticketkäufe in die Kasse spülen, „decken gerade die Schiedsrichterkosten“, sagt Döll. Und die würden in der Zweiten Liga noch um einiges höher werden.

Ein hartes Stück Arbeit für die Kämpferinnen

Zwar gebe es Werbepartner, aber wenn ein Aufstieg klappen soll, müssen noch weitere Partner gewonnen werden. Daran arbeitet Döll derzeit.

Trainer Eckhard Weber mag noch gar nicht darüber spekulieren, ob sein Team den Aufstieg schafft: „Das ist schwer zu sagen.“ Viele schwere Auswärtsspiele würden noch anstehen, aus 20 Begegnungen müssten die Spielerinnen 17 Punkte holen. „Sie müssen 100 Prozent geben und noch darüber hinaus gehen“, sagt Weber. Ein hartes Stück Arbeit sei das und der Erfolg hänge auch davon ab, ob sich jemand verletze.

Doch er glaubt an die Mädels: „Der kämpferische Einsatz ist sehr hoch.“ Und Manager Gerhard Döll verspricht: „Wir werden alle Hebel in Bewegung setzen, um den Spielerinnen nicht diese sportliche Chance zu nehmen.

Das nächste Heimspiel der TSG ist am Samstag, 11. Februar, ab 19.30 Uhr. Dann geht‘s gegen die Frauen aus Trier.

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