Aufstieg ist zum Greifen nah

Bei den Kickers Offenbach geht es aufwärts

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Große Freude bei den Kickers nach dem 5:0-Sieg gegen den SVN Zweibrücken.

Offenbach – Die Kickers Offenbach treten selbstbewusst auf: Die Insolvenz ist überwunden, der Aufstieg in die dritte Liga und damit die Rückkehr zum Profifußball ist greifbar nahe. Von Peppi Schmitt 

Es dauert nicht mehr lange, da werden die Offenbacher Kickers erfahren, gegen wen sie am 28. Mai und 3. Juni im Mai die Aufstiegsspiele für die dritte Liga bestreiten werden. Zumindest wird der Kreis der möglichen Gegner eingeschränkt, wenn am 12. April in Zwickau die Begegnungen ausgelost werden. Bekanntlich können ja von sechs Vertretern aus den fünf Regionalligen nur drei aufsteigen. An den Play-off-Spielen nehmen zwei Mannschaften aus dem Südwesten teil, aktuell der OFC und der 1.FC Saarbrücken, dazu jeweils die Meister aus Bayern (aktuell die Würzburger Kickers), dem Westen (Borussia Mönchengladbach II oder Alemannia Aachen), dem Norden (VfL Wolfsburg II oder Werder Bremen II) und dem Nordosten (FSV Zwickau oder 1.FC Magdeburg).

Kickers sind dominant

Dass die Kickers dabei sein werden, daran hegen sie in Offenbach kaum noch Zweifel. Zu dominant ist die Mannschaft aufgetreten, auch die jüngste „Mini-Mini-Krise“ ist mit dem 2:0-Sieg beim KSV Baunatal schnell zu Ende gegangen. Und die Konkurrenz aus Saarbrücken und Elversberg präsentiert sich alles andere als stabil. Sechs Punkte hat sich der OFC nach dem 5:0 am Mittwoch gegen den SVN Zweibrücken vom SV Elversberg abgesetzt und hat zudem noch das Nachholspiel beim FC Homburg in der Hinterhand. Das Hessenpokal-Aus gegen Hessen Kassel (0:1) und das 0:0 im Spitzenspiel gegen Elversberg sind längst vergessen. Nun geht es am Ostersonntag zum abstiegsbedrohten FC Nöttingen. Dort erwartet Trainer Rico Schmitt eine ähnlich seriöse Leistung wie zuletzt.

Fans sind wieder stolz

Die Stabilität der Kickers in der Liga ist in der Tat außergewöhnlich. Nach wie vor haben die Offenbacher nur ein einziges Spiel verloren, am ersten Spieltag beim FK Pirmasens. Das ist nun schon acht Monate her. Einen deutlicheren Beweis für die Stärke der Mannschaft kann es nicht geben. Der Trainer hat ein Team zusammengestellt, das in ihrer Individualität den Gegnern sicher nicht haushoch überlegen ist, aber als Kollektiv funktioniert und im Laufe der Zeit so viel Selbstvertrauen aufgebaut hat, dass es in der Lage ist, auch schwierige Situationen zu meistern. „Ich bin stolz auf diese Mannschaft“, sagt Schmitt.

Und die Fans sind wieder stolz auf die Kickers. Nach Jahren der Entbehrungen, der vielen schlechten Nachrichten im sportlichen und wirtschaftlichen Bereich, scheint es endlich wieder aufwärts zu gehen mit dem Fußball auf dem Bieberer Berg.

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