Aufstieg der Frankfurter in die DEL2

Löwen: Wichtige Entscheidungen stehen an

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Löwen-Spieler Manuel Neumann (links) und Braeden Johnson feiern mit einer Bierdusche den Aufstieg in die DEL2.

Frankfurt - Auch eine Woche nach dem erreichten Aufstieg in die Zweite Eishockey-Liga ist man bei den Löwen Frankfurt noch in allerbester Partylaune. Von Uwe Lange

Nachdem das Team am Mittwoch in der altehrwürdigen Gerbermühle die gerade abgelaufene Saison eher gemütlich Revue passieren ließ, gibt es am heutigen Samstagabend ab 18 Uhr in den Casino-Räumlichkeiten des Sponsors Stadtwerke, Kurt-Schumacher-Straße 10 in Frankfurt, die lange erwartete Party mit den treuen Fans.

Krämer hofft auf einen Dauerkarten-Rekord

Die kamen mit über 5500 Besuchern im Schnitt sehr zahlreich zu den Aufstiegsspielen, was den Löwen Platz eins in der Zuschauerwertung bescherte und den Verantwortlichen eine planbare Zahl als Maßstab für die Kalkulation der Saison 2014/15 gab. Geschäftsführer Stefan Krämer freut sich schon sehr auf den jetzt startenden Verkauf der neuen Dauerkarten und hofft dabei auf einen Rekord: „Die Fans sind unser Hauptsponsor. Ihr Ticketkauf ist für uns immer ein sicherer Gradmesser und ein Indiz für die Planbarkeit und Erreichbarkeit des neuen Etats. Der wird etwas höher liegen als der letzte aus der Oberliga-Saison, der aber auch schon mittleres Zweitliga-Niveau hatte.“

Zuletzt hatten über 1800 Anhänger den Frankfurtern die gewünschte Planungssicherheit verschafft, die auch bei den angepassten Konditionen auf DEL2-Niveau den Löwen treu bleiben sollten. Auch die feststehenden vier Derbys gegen die Erzrivalen aus Kassel und Bad Nauheim werten den Kauf einer Saisonkarte auf, zumal die zweite Liga auch den Zusatz „Hessenliga“ verdienen würde.

Wichtige Spieler-Entscheidungen

Sicherheit braucht auch Löwen-Manager Rich Chernomaz, der ab Montag seine Akteure zu Einzelgesprächen einlädt und die Perspektiven jedes Kufencracks beleuchten wird. „Es wird sicher schwere Entscheidungen geben, wer uns von den Aufstiegs-Helden nächste Spielzeit auf der Reise in die DEL2 begleiten wird,“ weiß der Sportdirektor um auf ihn zukommende unangenehme Gespräche. Klar ist, dass die Löwen das Gesicht der erfolgreichen Mannschaft nicht groß verändern möchten, jedoch das Profil dem höheren Niveau etwas anpassen müssen, die Konturen des Teams dabei verschärfen ohne das harmonische Gefüge und dessen Rangordnung zu zerstören.

Erfolgstrainer Tim Kehler, dessen Vertrag sich durch den Aufstieg automatisch verlängerte, weiß was auf ihn und sein junges Team zukommen wird: „Es wird alles schneller, härter, körperbetonter, du hast keine Zeit zum Luftholen. Jedes Wochenende bringt nun zwei schwere Gegner, die dir alles abverlangen werden.“

Gerüchteküche neuer Akteure brodelt

In der Gerüchteküche brodeln derweil schon die ersten Namen von neuen Akteuren, die mit den Löwen liebäugeln. So werden der Garmischer „Torhüter-des-Jahres“ Bryan Hogan sowie der kanadische Stürmer Taylor Carnevale aus Bad Nauheim in allen Diskussionen als sicher gehandelt, während Frankfurt auch für Spieler aus der obersten Liga als Arbeitsplatz sehr interessant ist. Bis zum 24. Mai haben alle Zweitligisten Zeit, ihre Unterlagen zur Prüfung einzureichen, die bei positivem Ausgang den Bescheid bis Ende Juni bringen wird.

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