„Aufgeben kam nie in Frage“

Alexander Nikolopoulos  schafft 21 Feldberg-Aufstiege in 24 Stunden

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Alexander Nikolopoulos (vorne) beim Feldberg-Aufstieg: Der Frankfurter legte in 24 Stunden 475 Kilometer zurück.

Taunus –  Alexander Nikolopoulos hat seine eigene Grenzerfahrung hinter sich. 24 Stunden raste er den Feldberg rauf und runter – inklusive Gewitter, Knieschmerzen und Schlafentzug. Alles für einen guten Zweck.

Er hat schon die Alpen überquert, die Pyrenäen bewältigt und den Hawaii-Triathlon gemeistert. Doch warum in die Ferne schweifen, wenn die persönliche Herausforderung vor der Haustür liegt? Dachte sich der Frankfurter Alexander Nikolopoulos und startete eine Aktion, die er im Nachgang als „eine der anstrengendsten Geschichten, die ich mir angetan habe“ bezeichnet. 24 Stunden radelte der Extremsportler den Feldberg rauf und runter, bei Wind und Wetter, bei Tag und bei Nacht. Anstieg für Anstieg sammelte er in dieser Zeit Spenden für den Verein „Hilfe für krebskranke Kinder“ in Frankfurt. Am Ende legte Nikoloupolos 475 Kilometer und 21 Anstiege zurück und übertraf damit sein gestecktes Ziel von 20 Anstiegen.

Gleich zu Beginn kommt der Regen

„Es war sehr anstrengend und zäh und auch für mich eine Grenzerfahrung“, sagt der Triathlet. Gleich zu Beginn durchkreuzte ein heftiges Gewitter die Pläne des 41-Jährigen. Der prasselnde Regen wirbelte den Sand auf der Straße auf und zwang den klatschnassen Nikolopoulos nach fünf Anstiegen zum ersten Trikottausch. Ein Wohnmobil diente als Basisstation. Dort konnte sich der Athlet umziehen, ausruhen und verpflegen. Nach zehn Anstiegen á 11,5 Kilometer mussten Kohlenhydrate in Form von Nudeln her. „Alleine mit Flüssignahrung kommst du nicht durch“, sagt er. Zwei Freunde, ebenfalls Ausdauersportler, begleiteten ihn stets im Wechsel. Sie nutzten die Feldberg-Aktion, um sich auf ein Etappenrennen von Moskau nach Wladiwostok vorzubereiten. Hinzu kamen immer wieder Mitfahrer, die sich für ein paar Anstiege anschlossen. Auch die Begegnungen mit Passanten, die von der Aktion gelesen hatten, ermutigten ihn.

Die Beine wurden müder, das Knie schmerzte

Doch mit zunehmender Dauer wurden die Beine müder, das Knie schmerzte und es reifte die Erkenntnis, „dass wir am Anfang zu schnell angegangen sind“. Dank der Unterstützung seiner Frau Julia, die im Auto hinter ihm herfuhr, meisterte der Extremsportler die zähen Momente, in denen die Konzentration nachzulassen drohte. Erst nach dem 18. Anstieg gönnte sich der Feldberg-Bezwinger eine fünfminütige Schlafpause, ehe er die 21 Anstiege perfekt machte. „Aufzugeben kam für mich nie in Frage“, sagt Nikoloupolos. Doch die Mühen haben sich gelohnt. Bei circa 140 Euro an Spenden für einen Anstieg, darf sich „Hilfe für krebskranke Kinder“ über eine ordentliche vierstellige Summe freuen. „Die meisten Spender kennen mich und wussten, zu was ich fähig bin“, schmunzelt Nikoloupolos. Eine Wiederholung will er nicht ausschließen. zin

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