Mit einem Sieg wäre Frankfurt sorgenfrei 

Eintracht: Dreier-Pflicht gegen den SC Freiburg

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Alex Meier (Rückennummer 14) trifft in dieser Szene zum 2:1 gegen Stuttgart. Dies bedeutete den Heimsieg gegen einen Mitkonkurrenten. Das muss gegen Freiburg unbedingt auch wieder klappen.

Frankfurt - Mit welchen Optionen Trainer Armin Veh den SC Freiburg in die Knie zwingen will, ist noch nicht hundertprozentig geklärt. Fest steht aber, dass die bisherigen Duelle um den Klassenerhalt sehr enge Spiele waren. Von Axel Grysczyk

Gegen den SC Freiburg steht für Eintracht Frankfurt ein weiteres Abstiegsendspiel am Sonntag auf dem Programm. Daheim, wo die Eintracht in der Bundesliga in diesem Jahr noch ungeschlagen ist. Und doch zeigen die jüngsten Duelle gegen die direkten Mitbewerber um den Klassenerhalt, wie eng diese Partien laufen: 0:0 gegen Werder Bremen, 2:1-Sieg gegen den VfB Stuttgart und ein 1:1 beim Hamburger SV. Mit ein bisschen Pech hätten aus diesen fünf Punkten auch drei, vier Punkte weniger werden können und schon würde die SGE nicht wie derzeit mit sechs Punkten Vorsprung auf einem direkten Abstiegsplatz dastehen. Daher gilt auch gegen den SC Freiburg volle Konzentration. Eine Niederlage würde diesen Vorsprung auf drei Punkte zusammen schmelzen lassen.

Attacke-Modus

Doch in dieser Woche hatten die Trainingsbeobachter nicht das Gefühl, dass die Eintracht auf den Attacke-Modus umgestellt hat. Viel zu groß sind die Probleme: Innenverteidiger Carlos Zambrano ist nach der zehnten Gelben Karte gesperrt. Der Peruaner ist der erste Spieler der Bundesliga, der bereits zum zweiten Mal in dieser Saison eine Gelb-Sperre absitzen muss. Für ihn wird Marco Russ in die Innenverteidigung rücken. Dadurch wird ein Platz im defensiven Mittelfeld frei. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird diesen Johannes Flum einnehmen. Nach einigen Startschwierigkeiten hat sich der Ex-Freiburger zum Stammspieler entwickelt. Wenn es zum Wiedersehen mit seinen alten Kollegen kommt, kann er beweisen, dass er auf zahlreichen Positionen im Mittelfeld einsetzbar ist.

Flexibel einsetzbare Spieler helfen in der aktuellen Situation Trainer Armin Veh  ungemein. Denn der Coach muss immer wieder umstellen. Sein verlängerter Arm auf dem Platz – Kapitän Pirmin Schwegler – geht mit einem gebrochenen Nasenbein ins Spiel. Zwar wird der Schweizer mit einer Gesichtsmaske auflaufen, doch ob er ungehindert 90 Minuten durchspielen kann, ist ungewiss. Schließlich leidet er noch immer an einer Rippenverletzung und muss auch wegen dieser Verletzung eine Bandage tragen.

Besetzung im Mittelfeld

Genauso ungewiss ist, wie Veh die weiteren Mittelfeldpositionen besetzen wird. Jan Rosenthal – der zweite Ex-Freiburger – kam in Hamburg als hängender Stürmer in der zweiten Hälfte zum Einsatz. Doch überzeugen konnte er dabei nicht. Er hat in Frankfurt bei den Fans einen schweren Stand und wirkt oftmals unsicher. Auch die zunächst in Hamburg von Veh verfolgte Variante mit Alex Meier und Stefan Aigner zwei gelernte Mittelfeldspieler an vorderster Front agieren zu lassen, war von wenig Erfolg gekrönt. Gut möglich, dass Joselu im Sturmzentrum wieder eine Chance bekommt.

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Nicht ausgeschlossen ist auch ein Einsatz von Takashi Inui. Der Japaner wird sich mit dem defensiv stärkeren Tranquillo Barnetta um einen Platz in der Mannschaft streiten. Bamba Anderson fehlt nach seiner Syndesmose-Verletzung genauso wie Sebastian Rode nach seinem Knorpelschaden für den Rest der Saison. Außenverteidiger Bastian Oczipka kämpft nach seinem leichten Muskelfaserriss im rechten hinteren Oberschenkel um eine Rückkehr in die Mannschaft. Für Armin Veh bedeuten die vielen angeschlagenen Spieler viele Sorgen. Mit einem Sieg gegen den derzeitigen Tabellenvorletzten SC Freiburg hätte er aber eine Menge (Abstiegs-)Sorgen weniger.

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