Auch als Meister noch hungrig

11:1: Löwen Frankfurt besiegen Herne

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Richtig hinschauen! Denn hier rutscht die Scheibe zum 7:0 für die Löwen Frankfurt ins Tor des Herner EV. Torschütze für die Frankfurter war Chris Stanley.

Frankfurt - Die Löwen Frankfurt grüßen als Meister 2014 der Oberliga-West Staffel und beenden zum 36. Male in Folge siegreich eine mehr als ereignisreiche Woche. Von Uwe Lange 

Denn in die Schlagzeilen geriet die Eishockey-Liga kurz vor ihrer spannendsten Saisonphase mit dem Beginn der Qualifikationsspiele zur Zweiten Liga am kommenden Freitag. So wurde das Heimspiel der Löwen gegen die Königsborn Bulldogs auf der Homepage des Teams aus Unna am Dienstag einfach abgesagt, bevor der Verband und die Frankfurter ihre Zustimmung gegeben hatten.

Eine Krankheitswelle hatten die Verantwortlichen der Bulldogs für den Ausfall verantwortlich gemacht, obwohl laut Statuten neun Spieler und ein Torwart für das Stattfinden des Matches schon genügt hätten. Da der Club von Ex-Löwen Trainer Frank Gentges  im Sommer bis heute 45 Spieler für seine beiden Senioren-Teams gemeldet hatte, eine durchaus zu erreichende Zahl. Bis Freitagmittag hatte der NRW-Verband weder eine Neuansetzung noch eine Spielwertung veranlasst, so dass die Gruppenzusammensetzung der folgenden Verzahnungsrunde mit dem Norden und Osten weiter offen bleiben muss.

Letztes Heimspiel vor 3400 Zuschauern

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Sicher ist, dass die Löwen als Westmeister auf den Ost-Champion aus Leipzig treffen, dazu die beiden Teams aus dem Norden mit den Hannover Indians  und Timmendorf stoßen. Aus dem Westen stehen die Hammer Eisbären als Gegner der Löwen fest, während der letzte Partner aus den besagten Gründen aus Herne oder eben Königsborn kommen wird.
Der frisch gekürte Meister bezwang im letzten Heimspiel der Endrunde den Herner EV  mit 11:1 (3:0, 2:0, 6:1). 3.400 Zuschauer verfolgten die Ehrung der Löwen durch Bernhard Sturm  vom Hessischen Eissport-Verband und erhielten als Zugabe elf teils wunderschön herausgespielte Treffer in einer doch eher einseitigen Partie. Für das Heimteam trafen Chris Stanley  (2), Marc Wittfoth  (2), Christian Wichert, Richard Mueller, Norman Martens, Pascal Schoofs, Richard Gelke, Clarke Breitkreuz  und Nils Liesegang.

Am heutigen Sonntag (18.30 Uhr) geht es für die Löwen zum vielleicht letzten Derby gegen die Kassel Huskies.

Krämer wünscht sich Mitaufstieg der Huskies

Die plagen ganz andere Sorgen, denn wieder einmal steht deren Betriebsgesellschaft vor dem wirtschaftlichen Aus, der Gang vors Insolvenzgericht war die logische Konsequenz der Misswirtschaft in Nordhessen. Die Teilnahme der Huskies an der lukrativen Aufstiegsrunde ist jedoch paradoxerweise gewährleistet, da die Insolvenz der GmbH nicht gleichzeitig das Aus für den solventen Stammverein bedeutet, der wiederum Ansprechpartner des Eishockey-Bundes ist.

Löwen-Geschäftsführer Stefan Krämer ist von der Entwicklungen in Kassel nicht angetan: „Wir haben zu den Kollegen der Huskies ein ausgesprochen gutes Verhältnis, wünschen uns mit denen gemeinsam in die DEL2 aufzusteigen, um dort mit Bad Nauheim die Farben Hessens erfolgreich zu vertreten“, weiß der Langener auch um die wirtschaftliche Bedeutung der Schlittenhunde für seine Löwen.

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