Renault: Nick Heidfeld muss seinen Platz für Senna räumen

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Formel-1-Aus für Nick Heidlfeld.

Düsseldorf - Aus und vorbei: Nick Heidfeld wird ab sofort nicht mehr für das Formel-1-Team Renault an den Start gehen. Das Ende für den Rennfahrer aus Mönchengladbach kommt nicht ganz überraschend.

Der Brasilianer Bruno Senna wird den Mönchengladbacher bereits beim Großen Preis von Belgien am Sonntag (Start 14.00 Uhr) in Spa ersetzen.

Den fliegenden Wechsel gab der Rennstall am Mittwochabend nicht ganz unerwartet in einer kurzen Pressemitteilung bekannt. Darin hieß es lediglich, dass Bruno Senna an diesem Wochenende an der Seite des Renault-Stammpiloten Witali Petrow (Russland) zum Einsatz kommt.

Senna spricht am Donnerstag

Warum Heidfeld gerade jetzt ausgemustert wurde, teilte das Team zunächst nicht mit. Renault verwies auf eine Pressekonferenz am Donnerstag mit Senna. Dann sollten auch weitere Informationen bekannt werden. Es ist aber davon auszugehen, dass Heidfeld in dieser Saison nicht mehr für Renault fahren wird.

Renault hatte Heidfeld erst zu Beginn des Jahres als Ersatz für Robert Kubica verpflichtet. Der Pole war in der Winterpause bei einem Unfall im Rallye-Auto schwer verletzt worden. Sogar die Amputation einer Hand drohte. Angeblich soll Kubicas Genesung Fortschritte machen. Dennoch ist es zum jetzigen Zeitpunkt mehr als fraglich, ob der Pole jemals wieder Rennen in der Formel 1 fahren wird.

Die Renault-Führung war schon seit geraumer Zeit mit Heidfelds Leistungen unzufrieden. Immer häufiger wurde sogar öffentlich Kritik an dem 34-Jährigen geäußert. Senna hat nicht nur einen klangvollen Namen. Der Neffe des legendären dreimaligen Weltmeisters Ayrton Senna soll dem Vernehmen nach auch einige Sponsoren-Millionen mitbringen.

DTM mit BMW eine Alternative

Sollte Heidfeld in der Formel 1 keinen Platz mehr bekommen, gilt die Deutsche Tourenwagen-Meisterschaft als ernsthafte Alternative. Im kommenden Jahr steigt BMW in die DTM ein. Für die Münchner war Heidfeld einst schon in der Formel 1 am Start.

dapd

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