Alles riskiert und alles gewonnen

Überraschungssieger bei Paris-Nizza - Geschke nach Sturz schwer verletzt

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Marc Soler ist der Überraschungssieger der Rad-Fernfahrt Paris-Nizza 2018.

Der spanische Newcomer Marc Soler hat überraschend die Rad-Fernfahrt Paris-Nizza gewonnen. Von den deutschen Startern war nicht viel zu sehen. John Degenkolb musste aufgeben, Simon Geschke stürzte schwer.

Nizza - Der spanische Radprofi Marc Soler hat alles riskiert und alles gewonnen. Der 24-Jährige sicherte sich am Sonntag den Gesamtsieg bei der Fernfahrt Paris-Nizza vor dem Briten Simon Yates (+4 Sekunden), der am Vortag die Königsetappe gewonnen und das Gelbe Trikot übernommen hatte. Der Movistar-Profi griff den führenden Yates auf der Finaletappe über sechs Steigungen früh an und rettete den minimalen Vorsprung ins Ziel in Nizza.

Den Tagessieg auf der achten und letzten Etappe holte sich nach 110 Kilometern der Spanier David de la Cruz vor seinen Landsleuten Omar Fraile und Soler. Sechster an der Cote d'Azur wurde der Bora-hansgrohe-Profi Patrick Konrad aus Österreich.

Am Samstag hatte der bisherige Spitzenreiter Luis Leon Sanchez, Gesamtsieger von 2009, nach vier Tagen sein Gelbes Trikot verloren. Die Spitzenposition eroberte Yates, die große Entdeckung der vergangenen Tour de France. Der Profi aus dem Mitchelton-Scott-Team gewann die Königsetappe im Nebel auf 1500 Meter und war mit elf Sekunden Vorsprung auf den Spanier Ion Izagirre auf die letzte Etappe gegangen. Aber der Vorsprung reichte im hektischen Finale nicht.

Die deutschen Radprofis John Degenkolb (Oberursel) und Simon Geschke hatten die Fernfahrt schon zuvor frühzeitig beendet. Der Berliner Geschke musste nach einem Sturz mit einem Schlüsselbeinbruch aufgeben, Degenkolb machte eine Bronchitis zu schaffen. Damit steht sein Auftritt beim ersten Frühjahrs-Klassiker Mailand-Sanremo am kommenden Samstag unter einem schlechten Stern. Die Classicissima hatte Degenkolb 2015 gewonnen, im Vorjahr fuhr er auf Rang sieben.

dpa

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