Promiauflauf beim Ball des Sports in Wiesbaden

Wiesbaden - Unter dem Motto „Eine Nacht für Gold“ trafen sich über 1000 Spitzenvertreter aus Sport, Wirtschaft, Politik, Medien und Kultur beim Ball des Sports in Wiesbaden.

Das Wetter hatte eher etwas von Sibirien, doch trotzdem war beim 42. Ball des Sports ein Hauch von Sommer zu spüren. Während draußen bei Minusgraden ein kalter Wind um die Wiesbadener Rhein-Main-Hallen wehte, stand die Veranstaltung unter dem Motto „Eine Nacht für Gold“ knapp sechs Monate vor Olympia in London ganz im Zeichen der fünf Ringe.

Unter den 1800 Gästen tummelten sich zahlreiche Olympia-Teilnehmer und -Kandidaten. Unter anderem ließen sich Turn-Star Fabian Hambüchen, Gewichtheber Matthias Steiner und Degenfechterin Britta Heidemann das 3-Gänge-Sterne-Menü des Münchner Feinkost-Spezialisten Michael Käfer schmecken. Bei allen war eine große Vorfreude auf London zu spüren.

Große Prominenz und tiefe Dekolletés beim Ball des Sports

Große Prominenz und tiefe Dekolletés beim Ball des Sports

„Ich erwarte viel von Olympia. London ist eine sehr lebhafte Stadt, in der sicher tolle Spiele ausgetragen werden“, sagte Heidemann dem Sport-Informations-Dienst (SID). Noch hat die Olympiasiegerin von Peking das Ticket für London nicht in der Tasche, doch sollte sie bei den Spielen dabei sein, will sie „natürlich wieder eine Medaille gewinnen“.

Dagegen hat TV-Expertin Franziska van Almsick ihren Trip in die englische Metropole bereits gebucht. „Als Sportlerin war nie so früh klar, dass ich zu den Olympischen Spielen reisen kann. Ich freue mich besonders auf dieses Jahr“, sagte die frühere Schwimm-Weltmeisterin dem SID. Der Abend in Wiesbaden dürfte diese Vorfreude nur noch verstärkt haben.

Schon bei ihrer Anreise bekamen die Athleten einen Vorgeschmack auf Olympia in London präsentiert. Mit einem der typischen roten Doppeldeckerbusse fuhren die Sportler vor. Die anderen Gäste konnte sich nicht weniger sportlich von Formel-1-Pilot Nico Rosberg und einem speziellen Shuttle-Service zum Eingang chauffieren lassen.

Im Ballsall sorgten eindrucksvolle Showeinlagen von Wassersportlern dafür, dass die Vorfreude auf Olympia noch weiter anstieg. Synchronschwimmer, Kanuten und Turmspringer demonstrierten in einem 5 mal 2,50 Meter großen und 3,50 Meter tiefen Wasserbecken ihr Können. „Es war schon immer unser Traum, Wassersport im Ballsaal zu präsentieren. Wir freuen uns sehr, dass es nun endlich geklappt hat“, sagte Sporthilfe-Chef Michael Ilgner, ehemaliger Olympia-Teilnehmer im Wasserball.

Bei seiner Eröffnungsrede hatte sich Ilgner einmal mehr für die Förderung der deutschen Spitzensportler mit Hinblick auf Olympia stark gemacht. „Die Athleten sind sehr auf die Unterstützung angewiesen. Dank des großen Zuspruchs von Gästen, Förderern und Sponsoren können wir mit einem Benefizerlös von über 800.000 Euro rechnen. Darauf sind wir stolz. Mit dieser Summe werden wir auch die Sporthilfe-Förderung von 120 Top-Athleten bis London finanzieren können“, sagte Ilgner.

Auch wenn die Fußball-Europameisterschaft in Polen und der Ukraine bei der Gala nur eine untergeordnete Rolle spielte, ließ sich die anwesende Fußball-Prominenz von der Olympia-Begeisterung anstecken. „Was diese Sportler leisten, ist vielleicht sogar beachtlicher als das, was Fußballer schaffen. Zwischen diesen tollen Athleten fühle ich mich immer sehr wohl“, sagte der designierte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach. Auch die Trainer-Granden Otto Rehhagel und Felix Magath zeigten sich in der gut gefüllten Halle.

Nachdem „Die Fantastischen Vier“ mit einer Mitternachts-Show begeistert hatten, gab es für die Gäste weit nach Mitternacht noch einen Weltrekord zu bejubeln. Zehn Mitgliedern der deutschen Wasserball-Nationalmannschaft gelang es, den etwa 140 Kilogramm schweren Judoka Andreas Tölzer nur mit der Kraft ihrer Beine 30 Sekunden lang über Wasser zu halten. Eine wahrlich olympiareife Leistung.

SID

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