Prestigesieg: Kiel gewinnt Supercup gegen Hamburg

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Beim Hanball-Supercup hat Pokalsieger THW Kiel den Meister HSV Hamburg besiegt.

München - Tempo, Tore, Tricks: Meister HSV Hamburg und DHB-Pokalsieger THW Kiel haben beim Supercup in München Lust auf die neue Handball-Saison gemacht. Den ersten Titel der Spielzeit sicherte sich Kiel.

Vorteil THW Kiel: Der DHB-Pokalsieger hat durch einen 24:23 (15:14)-Prestigesieg gegen den deutschen Meister HSV Hamburg zum sechsten Mal den Handball-Supercup gewonnen. Durch den sechsten Supercup-Sieg verhinderte der deutsche Rekordmeister am Dienstagabend den Hattrick für die Hamburger und unterstrich seine Favoritenstellung für die am Samstag beginnende Bundesliga-Saison. Vor 8681 Zuschauern in der Münchner Olympiahalle warfen Kim Andersson (9) und Momir Ilic (8/4) die meisten Tore für Kiel. Bester Hamburger Werfer war Pascal Hens (7).

Bei ihrem Einstand in den DHB-Pokalwettbewerb stehen die Nordrivalen vor leichten Aufgaben. Kiel muss beim SC Magdeburg II antreten, Hamburg bei der HSG Gütersloh. Bei der Auslosung vor dem Supercup zog Snowboard-Ass Amelie Kober als Glücksfee auch zwei Bundesliga-Duelle: Zum Top-Spiel empfängt der TV Großwallstadt die Rhein-Neckar Löwen und der SC Magdeburg muss zum Aufsteiger Eintracht Hildesheim.

Bilder vom Handball-Supercup in München

Handball-Supercup: THW Kiel vs. HSV Hamburg

Zum offiziellen Saisonauftakt konnten die beiden Top-Teams noch nicht mit ihrem kompletten Kader antreten. Beim THW Kiel fehlte der angeschlagene Christian Zeitz, der nur als Betreuer auf der Bank saß. Bei den Hamburgern war Spielmacher Michael Kraus nicht dabei. Der Nationalspieler kuriert die Folgen eines Autounfalls aus. Zudem musste der neue Trainer Per Carlen im rechten Rückraum sowohl auf seinen Sohn Oscar nach einem Kreuzbandriss als auch auf den Polen Marcin Lijewski (Sprunggelenksblessur) verzichten.

Dennoch brauchten beide Team nur kurz, um ins Spiel zu finden. Vor allem der lang vermisste Kim Andersson trumpfte beim THW Kiel groß auf. Der Linkshänder aus Schweden, der wegen langwieriger Knieprobleme sowie eines Daumenbruchs fast die gesamte vorige Spielzeit ausgefallen war, war in seinem Tatendrang nicht zu bremsen. Allein bis zum 7:3 (9.) traf Andersson fünfmal ins Hamburger Tor. Zudem war Momir Ilic treffsicher vom Punkt und versenkte bis zum 10:5 (17.) alle vier Siebenmeter für den deutschen Rekordmeister.

Danach begann Trainer Alfred Gislason nach und nach Spieler zu wechseln. Den dadurch entstandenen Bruch nutzten die Hamburger zur Aufholjagd. Angeführt vom starken Nationalmannschafts-Kapitän Pascal Hens machte der deutsche Meister beim 14:14 (30.) den Rückstand wett, musste aber kurz vor der Pause noch einen Treffer des überragenden Andersson hinnehmen und ging daher mit einem 14:15-Rückstand in die Pause.

“Wir wollen jedes Spiel gewinnen - also auch den Supercup“, sagte Kiels Kapitän Marcus Ahlm. Entsprechend motiviert ging das Team von Trainer Alfred Gislason in die zweite Halbzeit und zog zunächst wieder auf 18:15 (37.) davon. Entsprechend motiviert startete das Team von Trainer Alfred Gislason in die zweite Halbzeit und zog zunächst wieder auf 18:15 (37.) davon. Das aber reichte noch nicht zur Vorentscheidung, weil der HSV Hamburg beim 18:18 (43.) wieder ausglich und durch Hens beim 20:19 (46.) gar seine erste Führung warf. Danach agierten die Nordrivalen auf Augenhöhe mit dem besseren Ende für Kiel.

dpa

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