Pleitenserie geht weiter: Turmspringer nur Siebte

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Patrick Hausding und Sascha Klein sprangen weit vorbei an den Medaillenrängen.

London - Die Pleitenserie hält an, die deutsche Olympia-Mannschaft hat ihre nächste Enttäuschung. Auch die Turmspringer Hausding/Klein verpassen Edelmetall.

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Nach dem schwachen Auftaktwochenende stürzten am Montag auch die Medaillenhoffnungen Patrick Hausding und Sascha Klein im Synchronwettbewerb vom Turm ab. Mit Platz sieben sprangen sie deutlich am Podest vorbei.
Während die Chinesen Cao Yuan und Zhang Yanquan wie erwartet Gold vor den Duos aus Mexiko und den USA gewannen, riefen Hausding und Klein ihr Potenzial nicht ab. Vor vier Jahren hatten sie in Peking noch Silber bei Olympia geholt, genau wie bei der WM in Shanghai im Vorjahr. „Eine Medaille“ sollte es auch in diesem Jahr sein. Doch die Sportsoldaten aus Berlin und Riesa, die bei der EM im Mai ihren fünften Titel in Folge gewonnen hatten, waren ungewohnt unkonstant.

Schon in den beiden Pflichtsprüngen büßten Hausding und Klein sechs Punkte auf die Spitze ein. Nach einem guten dritten Sprung und dem zwischenzeitlichen dritten Platz patzten sie auch beim vierten Versuch, einem dreieinhalbfachen Rückwärtssalto. Durch die Abzüge fielen beide in dem sehr engen Feld auf den sechsten Rang zurück.

Patzer der Konkurrenten nicht genutzt

Die deutschen Hoffnungsträger hatten in diesem Jahr mit diversen Verletzungsproblemen zu kämpfen. Beim 23-jährigen Hausding traten gehäuft Knieprobleme auf, vor einer Woche war er im olympischen Dorf auf einem Bürgersteig umgeknickt. Der drei Jahre ältere Klein musste sich in London wegen hartnäckiger Ellenbogenbeschwerden regelmäßig behandeln lassen. Wegen der Probleme und seinem Ziel Olympia hatte er bei der EM sogar auf die Titelverteidigung im Einzel verzichtet.

Nach eigener Aussage hätten die Probleme beide in den vergangenen Trainingseinheiten nicht mehr behindert. Anders als sonst nutzten die Deutschen allerdings auch kleine Patzer der Konkurrenz nicht entscheidend aus. Auch ihre Olympia-Erfahrung half ihnen nichts.

Nach dem letzten Durchgang standen 446,07 Punkte hinter den Namen des deutschen Duos. Zu wenig für den Sprung aufs Podest. Die Chinesen hatten am Ende 486,78 Zähler, auf die drittplatzierten Amerikaner fehlten Hausding und Klein 17,40 Punkte.

Mit dem enttäuschenden Ergebnis wird es für die Springer schwer, die Medaillen-Zielvorgabe zu erfüllen. Einmal Silber und einmal Bronze sollen die Kunst- und Turmspringer in London mindestens erreichen - wie vor vier Jahren. Am Dienstag haben die WM-Dritten Nora Subschinski (Berlin) und Christin Steuer (Riesa) die nächste Chance auf einen Podestplatz.

sid

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