Petkovic im Halbfinale von Peking

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Andrea Petkovic kann sich noch Hoffnungen auf die WM machen.

Peking - Andrea Petkovic ist in Peking eine Runde weiter. Im Viertelfinale konnte sie sich gegen Anastasia Pavlyuchenkova nach zwei umkämpften Sätzen durchsetzen. Jetzt wartet eine Überraschung:

Die Darmstädterin zog am Freitag durch das 6:3, 7:6 (7:2) über die Russin Anastasia Pawljutschenkowa ins Halbfinale ein. Damit verbesserte Petkovic zugleich ihre Chancen auf die erstmalige Teilnahme am Tennis-Masters der besten acht Spielerinnen der Saison Ende Oktober in Istanbul.

Zunächst aber will die 24-Jährige bei den mit 4,5 Millionen Dollar dotierten China Open weiter auftrumpfen. Im Halbfinale gegen die Rumänin Monica Niculescu, die mit 3:6, 6:3, 6:4 gegen die Russin Maria Kirilenko gewann, ist Petkovic am Samstag klar favorisiert. Im zweiten Semifinale stehen sich die Italienerin Flavia Pennetta, die die dänische Weltranglisten-Erste Caroline Wozniacki in drei Sätzen ausschaltete, und die Polin Agnieszka Radwanska gegenüber.

Gegen Pawljutschenkowa musste Petkovic, die im Mai das Turnier von Straßburg gewonnen hatte, im Viertelfinale Schwerstarbeit verrichten. Nachdem die Nummer elf der Tennis-Welt den ersten Durchgang relativ sicher für sich entschieden und auch im zweiten Satz bereits mit 3:1 und 5:4 geführt hatte, kämpfte sich die Weltranglisten-16. zurück ins Spiel. Erst im Tiebreak fand Petkovic zu ihrer Souveränität zurück. Der Lohn nach 117 Minuten: 450 Weltranglistenpunkte und knapp 170 000 Dollar Preisgeld.

Dank ihres Siegeszuges in Peking darf Petkovic weiter hoffen, beim Masters in Istanbul dabei zu sein. Vor der Hartplatz-Veranstaltung hatte die Französin Marion Bartoli im Masters-Ranking als Achte 485 Punkte Vorsprung auf die neuntplatzierte Petkovic. Da die deutsche Nummer eins in Peking im vergangenen Jahr aber bereits in der zweiten Runde ausgeschieden war, kann sie nun viele Punkte aufholen.

Auch Tokio-Gewinnerin Radwanska, 2010 in Peking Viertelfinalistin, kann im Kampf um ein Ticket für Istanbul weiter Boden gutmachen. Die Polin rangiert in der Masters-Rangliste direkt hinter Petkovic und könnte noch an Bartoli und der deutschen Fed-Cup-Spielerin vorbeiziehen.

dpa

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