Penalty-Sieger Frenzel schreibt Kombinierer-Geschichte

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Weltmeister Eric Frenzel hat die Premiere des Penalty-Rennens der Nordischen Kombinierer überlegen gewonnen.

Lillehammer - Weltmeister Eric Frenzel hat die Konkurrenz bei der Premiere des Penalty-Rennens deklassiert und die Dominanz der deutschen Kombinierer eindrucksvoll untermauert.

Beim Weltcup in der Olympiastadt Lillehammer lief der 23-Jährige aus Oberwiesenthal mit seinem Sieg in der neuen Wettkampfform in die Geschichtsbücher. Björn Kircheisen rundete als Dritter das gelungene Wochenende ab, der 24 Stunden zuvor ebenfalls auf Platz drei gelaufene Tino Edelmann verteidigte seine Führung im Gesamtweltcup erfolgreich.

“Ich bin rundum glücklich. Heute habe ich alles umgesetzt. Das Rennen hat gezeigt, wie gut meine Form ist“, sagte Frenzel. Das Leichtgewicht hatte schon im Springen mit 137,5 Metern die Bestweite gestanden und nach zehn Kilometern in der Loipe überlegen gesiegt. Frankreichs Olympiasieger Jason Lamy Chappuis erreichte als Zweiter mit 17,6 Sekunden Rückstand das Ziel, Kircheisen lief knapp dahinter auf Rang drei.

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Im Gesamtweltcup verteidigte Edelmann seine Führung erfolgreich. Der Thüringer aus Zella-Mehlis liegt mit 240 Punkten deutlich vor dem Norweger Haavard Klementsen (189), der am Samstag das erste Rennen gewonnen hatte. Frenzel hat sich durch seinen ersten Saisonerfolg auf Platz sieben vorgearbeitet.

Teamtaktik geht auf

Beim Penalty-Rennen müssen die Kombinierer beim Springen in einem bestimmten Bereich landen. Ist der Sprung zu kurz, muss der Athlet während des Massenstartrennens zu einem Zeitpunkt seiner Wahl eine oder mehrere Strafrunden absolvieren. “Ich mag das neue Format. Das ist doch besser als immer nur diesen Einheitssenf“, sagte Frenzel.

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Abseits des Einheitssenfs zeigte sich, dass beim Penalty-Rennen vor allem die Teamtaktik gefragt ist. Als die starken Norweger ihre Strafrunden drehten, gaben Frenzel, Kircheisen und Co. Vollgas und rissen somit die entscheidende Lücke. “Das war ein gewisses Risiko, aber ohne Risiko gewinnt man nicht“, sagte Bundestrainer Hermann Weinbuch zufrieden. Frenzel riss die entscheidende Lücke, als der Rest des Feldes in die Strafrunde musste.

Edelmann geht die Puste aus

Am Samstag war Frenzel im “normalen“ Kombiniererrennen mit einem Sprung und dem anschließenden Rennen mit Handicap-Start auf Platz sechs gelaufen. Die deutsche Ehre hatte Weltcup-Spitzenreiter Edelmann als Dritter gerettet.

Der Vizeweltmeister führte die Konkurrenz sogar lange an, ehe er wenige Hundert Meter vor dem Ziel am Ende seiner Kräfte war. Klementsen und auch der Italiener Alessandro Pittin zogen noch vorbei. Das glänzende Ergebnis der deutschen Winterzweikämpfer hatten Kircheisen und Youngster Fabian Riessle aus Breitnau auf den Rängen sieben und acht komplettiert.

dapd

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