Pause bremst deutsche Langläuferinnen

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Nicole Fessel fuhr auf Platz 16

Lahti - Die zweiwöchige Weltcup-Pause hat den deutschen Skilangläuferinnen nicht gut getan. Mehr als Mittelfeldplätze sprangen im finnischen Lahti nicht heraus. Die Männer platzierten sich immerhin in der Top 10.

Im Windschatten der Topstars hat Skilangläufer Tobias Angerer beim Skiathlon im finnischen Lahti seinen vierten Top-10-Platz der Saison eingefahren. Während sowohl der Schweizer Dario Cologna als auch „Königin“ Marit Björgen (Norwegen) im Kampf um den Gesamweltcup auftrumpften, zeigte der 34-Jährige als Achter eine starke Leistung. Weniger gut lief es für die deutschen Frauen, Nicole Fessel sorgte als 16. noch für das das beste DSV-Ergebnis.

Angerer hatte nach 30 Kilometern mit Skiwechsel 20,5 Sekunden Rückstand auf Tagessieger Cologna. Der Olympia-Zweite aus Vachendorf lief wie auch Hannes Dotzler (Sonthofen) ein beherztes Rennen, erst kurz vor Schluss musste das deutsche Duo die Spitzengruppe ziehen lassen. Der 22 Jahre alte Dotzler, in der Vorwoche Dritter bei der Junioren-WM, durfte sich mit Rang 13 dennoch über sein bestes Saisonergebnis freuen. Ebenfalls Weltcup-Punkte sammelten Jens Filbrich (Frankenhain) und Tim Tscharnke (Biberau) auf den Rängen 24 und 26.

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Im Kampf um den Tagessieg zog Cologna auf dem letzten Kilometer das Tempo an und hatte nach 1:07,30 Stunden im Ziel 3,7 Sekunden Vorsprung auf Martin Johnsrud Sundby (Norwegen) und den Kanadier Alex Harvey. Titelverteidiger Cologna hat damit im Gesamtweltcup 1793 Punkte auf dem Konto, Verfolger Petter Northug (1199) bleibt trotz seiner Pause Zweiter. Bester Deutscher ist Angerer mit 575 Zählern auf Rang elf.

Bei den Frauen hatte zuvor Marit Björgen ihrer Dauer-Rivalin Justyna Kowalczyk das Gelbe Trikot wieder abgejagt. Der Norwegerin reichte ein zweiter Platz, um mit 1995 Punkten an der Polin (1957) vorbeizuziehen. Therese Johaug führte einen norwegischen Vierfach-Triumph an, beste Deutsche war Nicole Fessel aus Oberstdorf auf Rang 16.

Ebenfalls in die Punkte schaffte es nur noch Katrin Zeller (Oberstdorf) als 24., Steffi Böhler (Ibach) stürzte gar auf Rang 53 ab. „Nicoles Ergebnis ist in Ordnung. Das Tempo war im klassischen Bereich fast schon unmenschlich hoch“, sagte Bundestrainer Jochen Behle: „Katrin hätte ich dagegen weiter vorne erwartet, und Steffis Ergebnis war natürlich enttäuschend.“

SID/dpa

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