Pistorius: Ein Lauf für die Geschichte

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Oscar Pistorius

London - Um 11.36 Uhr Ortszeit hat Oscar Pistorius am Samstag in London Geschichte geschrieben. Auch in der Staffel macht sich Pistorius Hoffnung.

Der „Blade Runner“ aus Südafrika nahm im Vorlauf über 400 m als erster doppelt unterschenkelamputierter Läufer an einem olympischen Wettbewerb teil. Im fast ausverkauften Olympiastadion belegte Pistorius in 45, 44 Sekunden den zweiten Rang und zog souverän ins Halbfinale am Sonntag (20.40/21.40) ein. „Das ist unglaublich“, sagte der überglückliche Südafrikaner.

Schon bei der Vorstellung wurde Pistorius vom Publikum gefeiert. „Die Leute waren unglaublich“, sagte er unmittelbar nach dem Rennen der BBC. Bereits kurz vor dem Start war der 25-Jährige fast von den Emotionen überwältigt worden. „Im Startblock“, berichtete er, „hätte ich beinahe angefangen zu weinen, aber ich hatte ja noch einen Job zu tun.“ Er müsse allen danken, die ihn unterstützt hätten, „das ist die unlaublichste Erfahrung, die ich je gemacht habe“.

Vor seiner mit Spannung erwarteten und immer wieder kontrovers diskutierten Olympia-Premiere hatte sich Pistorius entspannt gegeben. „Ich will beweisen, dass ich zu den Besten gehöre“, sagte der viermalige Paralympics-Sieger. Mit dem Erreichen des Halbfinales hat Pistorius sein Ziel für London schon erreicht. Dort will sich der 25-Jährige nun allerdings besser verkaufen als vor knapp einem Jahr bei der WM. Als Letzter seines Semifinales hatte er im südkoreanischen Daegu eine deutliche Niederlage erlitten.

Mit der Staffel hegt Pistorius große Hoffnungen auf eine Medaille. Die südafrikanischen WM-Zweiten von 2011 zählen auch in London zu den Kandidaten für einen Platz auf dem Podium.

SID

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