US Open: Nun macht der Platz Probleme

+
Erst das Wetter dann der Platz: Erneut kommt es bei den US Open zu Unterbrechungen, Schuld ist diesmal der Platz.

New York - Endlich wird wieder Tennis bei den US Open gespielt - doch Ärger gab es trotzdem. Andy Roddick legte sich wegen der Platzverhältnisse erneut mit dem Oberschiedsrichter an.

Die Sonne zurück bei den US Open, der Ärger bei einigen Tennisprofis immer noch da: Ex-Sieger Andy Roddick hat sich am Donnerstag den zweiten Tag nacheinander mit dem Oberschiedsrichter angelegt. Der Amerikaner war stocksauer, weil er auf einem weiterhin nicht bespielbaren Platz antreten sollte. Das Achtelfinale wurde nach der heftigen Kritik des Amerikaners auf einen kleineren Außenplatz verlegt, um einen unaufholbaren Verzug zu vermeiden.

Offen blieb, wo Andrea Petkovic nun ihr Viertelfinale gegen die Weltranglisten-Erste Caroline Wozniacki bestreiten sollte. Auch dieses Spiel war im Louis-Armstrong-Stadium angesetzt. Angelique Kerber sollte ebenfalls noch am Donnerstag gegen Flavia Pennetta antreten.

Derweil zogen Titelverteidiger Rafael Nadal und Andy Murray in das Viertelfinale ein. Nadal gewann sein am Mittwoch beim Stand von 0:3 abgebrochenes Match gegen den Luxemburger Gilles Muller 7:6 (7:1), 6:1, 6:2. Murray besiegte drei Jahre nach seinem Endspieleinzug in New York US-Lokalmatador Donald Young 6:2, 6:3, 6:3. Nächster Gegner ist der Amerikaner John Isner oder der Franzose Gilles Simon. Nadal spielt nun gegen den Spanier David Ferrer oder Roddick.

Der US-Open-Sieger von 2003 und Ferrer verließen nach nur zwei absolvierten Spielen bei einer 4:2-Führung für Roddick das Louis-Armstrong-Stadium. Dort hatte sich nach den Regenfällen der vergangenen Tage hinter einer der beiden Grundlinien ein Haarriss gebildet. Durch den Riss drang Feuchtigkeit auf den Hartplatz und machte ihn an dieser Stelle rutschig.

Nach rund 75-minütigen Bemühungen, den Riss mit Handtüchern und einem Sauger zu trocken, kehrten Roddick und Ferrer gemeinsam mit Oberschiedsrichter Brian Earley zurück - aber nur für kurze Zeit.

“Warum sind wir jetzt hier? Wie schwer ist es, kein Wasser zu sehen? Sie sind darauf getreten, und nach zehn Sekunden war es wieder da. Ich bin perplex“, herrschte Roddick den Oberschiedsrichter an und verließ mit Ferrer wieder den Platz. Allerdings betonte er: “Wir wollen spielen!“ Roddick bot einen Umzug auf den wesentlich kleineren Außenplatz 13 an, dorthin wurde das Achtelfinale, das unbedingt am Donnerstag absolviert werden muss, kurzfristig verlegt. Weitere Verzögerungen würden ein Finale am Sonntag unmöglich machen.

Schon am Mittwoch hatten sich Nadal, Roddick und Murray bei Earley beklagt, dass sie auf den noch rutschigen Plätzen antreten mussten. Ihre Spiele waren wegen neuerlichen Regens nach wenigen Minuten abgebrochen worden. “Das war gestern für alle kein einfacher Tag. Es war sicher ein Fehler, aber jeder kann Fehler machen“, sagte Nadal, der beim Finaleinzug vier Matches binnen vier Tagen spielen müsste.

dpa

Kommentare