Als einzige deutsche Spielerin

US Open: Angelique Kerber im Achtelfinale

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Angelique Kerber freut sich über einen guten Ball

New York - Angelique Kerber steht zum dritten Mal nacheinander bei den US Open im Achtelfinale. Noch ein Sieg - und sie könnte auf Serena Williams treffen.

Angelique Kerber hat als einzige von anfangs sieben deutschen Tennisspielerinnen bei den US Open das Achtelfinale erreicht. Die Weltranglisten-Neunte besiegte am Freitag (Ortszeit) die Estin Kaia Kanepi in 63 Minuten mit 6:0, 6:4 und revanchierte sich eindrucksvoll für die Niederlage in der zweiten Runde von Wimbledon. „Es war ein komplett anderes Match. Ich habe vom ersten Punkt an das Spiel in die Hand genommen“, sagte die 25 Jahre alte Kielerin. „Ich habe mich voll auf mich konzentriert.“

Bei den Herren sorgte Lleyton Hewitt im Duell der ehemaligen US-Open-Champions für eine Überraschung und warf den Argentinier Juan Martin del Potro aus dem Turnier. Der 32 Jahre alte Australier setzte sich gegen den Sieger von 2009 in 4:03 Stunden 6:4, 5:7, 3:6, 7:6 (7:2), 6:1 durch. „Es ist großartig. Das ist der Grund, warum ich immer noch spiele. Um solche Momente wie heute zu erleben“, sagte der US-Open-Titelträger von 2001 um 23.30 Uhr Ortszeit.

Im zweiten Match der Night Session gewann Titelverteidigerin Serena Williams gegen Jaroslawa Schwedowa aus Kasachstan mit 6:3, 6:1. Die 31-Jährige trifft im Achtelfinale jetzt in einem amerikanischen Duell auf die aufstrebende Sloane Stephens.

Kerber spielt in ihrem dritten New-York-Achtelfinale nacheinander am Sonntag gegen Carla Suárez Navarro aus Spanien. Gegen die Weltranglisten-20. musste sie noch nie ran. Vor zwei Jahren erreichte Kerber bei dem Grand-Slam-Turnier das Halbfinale.

Für Wimbledon-Finalistin Sabine Lisicki ist das Hartplatz-Event nach einem 4:6, 5:7 gegen die Russin Jekaterina Makarowa dagegen beendet.

Im Herren-Feld folgte Florian Mayer mit einem 7:5, 6:3, 6:4 gegen Donald Young aus den USA Tommy Haas und Philipp Kohlschreiber in die dritte Runde. Der Bayreuther trifft im Kampf um den Einzug ins Achtelfinale an diesem Sonntag auf Titelverteidiger Andy Murray aus Großbritannien. „Heute hat nur der Sieg gezählt. Ich bin stolz auf mich“, sagte Mayer und betonte mit Blick auf die Partie gegen den Wimbledonsieger: „Ich bin natürlich krasser Außenseiter, aber vielleicht ist ja auch mal eine kleine Sensation möglich.“

Haas spielt ebenfalls am Sonntag gegen Michail Juschni. Den Russen hatte er zuletzt bei den French Open im Achtelfinale klar in drei Sätzen bezwungen. Kohlschreiber bekommt es am (heutigen) Samstag mit dem 2,06 Meter großen Amerikaner John Isner zu tun.

dpa

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