Olympia im TV: Volles Programm

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XY-Moderator Rudi Cerne zählt zum ZDF-Team

Hamburg - „Schneller, höher und weiter“ - getreu dem olympischen Motto versprechen ARD und ZDF trotz kleinerer Mannschaft für die Spiele vom 27. Juli bis zum 12. August ein noch größeres mediales Angebot als zuletzt.

Täglich bis zu 15 Stunden Live-Sport - im Wechsel werden die beiden Sendeanstalten rund 260 Stunden aus London berichten. „Unser Ziel ist es, dass die Fernsehzuschauer den Sport so miterleben, als seien sie hautnah mit dabei“, sagte ZDF-Chefredakteur Peter Frey bei der Programm-Präsentation der Öffentlich-Rechtlichen am Donnerstag in Hamburg.

Jeweils knapp zehn Millionen Euro lassen sich die beiden TV-Stationen das Spektakel mit mehr als 10.000 Athleten aus rund 200 Nationen kosten. Das entspricht dem gleichen Budget wie noch vor vier Jahren bei den Spielen in Peking, obwohl die Zahl der Mitarbeiter von knapp 700 auf 480 reduziert wurde.

Das ZDF sendet als federführender Sender an neun von 17 Tagen und beginnt mit der Live-Berichterstattung am 27. Juli mit der Übertragung der Eröffnungsfeier (21.15 Uhr). An den folgenden Tagen wird in der Regel täglich ab neun Uhr morgens bis ein Uhr nachts von den 302 Entscheidungen in 26 Sportarten berichtet. Mit der Abschlussfeier, die am 12. August (ab 21.55 Uhr) von der ARD übertragen wird, endet der Übertragungs-Marathon.

Durchs Live-Programm führen die ARD-Moderatoren Michael Antwerpes und Gerhard Delling. Auf ZDF-Seite moderieren Michael Steinbrecher und Rudi Cerne. Als Experten stehen ihnen Ex-Schwimmstar Franziska van Almsick (ARD) sowie fürs ZDF Christian Keller (Schwimmen), Ronny Ziesmer (Turnen) und Philipp Crone (Hockey) zur Seite. Zudem versucht das ZDF, mit dem Psychologen der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, Hans-Dieter Hermann, erstmals Einblicke in die Gedankenwelt der Sportler zu geben.

Olympia skurril

Olympia skurril

Zusätzlich zur TV-Berichterstattung planen die Redaktionen der beiden Sender ein breites Angebot im Internet. Bis zu sechs parallel gesendete Livestreams in den jeweiligen Online-Angeboten sollen das Mammmut-Sportprogramm abrunden. Dabei sollen rund zwei Drittel der bis zu 60 Stunden an Livestreams von vor Ort kommentiert werden. „Das Angebot im Netz wird von hoher Qualität sein. Wir versuchen zwei Drittel der Bilder auch mit einem Reporter zu besetzen, aber es kann auch mal Übertragungen ohne Kommentierung geben“, sagte ARD-Programmdirektor Volker Herres.

Auch das Thema Doping soll nicht zu kurz kommen. Das Zweite wird deswegen durch Reporter der Doping-Task-Force unterstützt. „Wir werden den Finger in die Wunde legen, sofern es nötig ist“, versprach ZDF-Olympia-Programmchefin Anke Scholten.

Nach den Olympischen Spielen ist bei den Öffentlich-Rechtlichen aber gewissermaßen auch vor den Spielen. Denn von den Paralympics vom 29. August bis 9. September werden die Sender mehr berichten als jemals zuvor. Nachdem bei den Spielen in Peking vor vier Jahren gerade einmal 30 Stunden übertragen worden sind, hat sich die Berichterstattung mehr als verdoppelt. „Das ist ein Quantensprung“, sagte ARD-Teamchef Walter Johannsen: „Wir wollen den Athleten die Bühne geben, die sie verdient haben.“

sid

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