Der Überblick

Olympia: Was wann wo im Free-TV läuft

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Der Bolschoi-Eispalast im Olympischen Park im russischen Sotschi.

Hamburg - Die Sportfans in Deutschland dürfen sich bei den 22. Olympischen Winterspielen in Sotschi auf eine TV-Rundumversorgung freuen. Doch nicht nur der Sport soll bei der Berichterstattung im Fokus stehen.

Mehr als 14 Stunden täglich im Fernsehen, dazu bis zu 40 Stunden im Netz: Die deutschen Sportfans bekommen bei den Olympischen Spielen in Sotschi (7. bis 23. Februar) das volle Programm. Beim Marathon der übertragenden Sender soll es aber nicht bloß um Sport gehen. Auch kritische Berichterstattung über die politische Situation in Russland soll nicht zu kurz kommen.

Olympia 2014 in Sotschi: Der große TV-Planer

"Sport nach allen Regeln der Kunst transportieren"

„Wir wollen den Sport nach allen Regeln der Kunst transportieren“, sagte ZDF-Chefredakteur Peter Frey vor dem Sendemarathon der beiden öffentlich-rechtlichen Medienanstalten, „aber wir wissen auch, es sind Putins Spiele. Wir müssen uns auch mit dem Land auseinandersetzen.“ Themen wie Menschenrechte, Umweltzerstörung oder auch Homosexualität werde man sich „sehr genau“ ansehen. Die Freude am Sport, das betonte auch ARD-Programmdirektor Volker Herres, stünde allerdings „im Zentrum“ der Berichterstattung.

Bei den 98 Entscheidungen in 15 Sportarten liefern die beiden TV-Giganten von der „Russischen Riviera“ am Schwarzen Meer erneut die Rundumversorgung: Neben 240 Stunden Berichterstattung in den Hauptprogrammen setzen ARD und ZDF wie schon bei den Spielen von London erneut verstärkt auch auf das Internet. Über bis zu vier gemeinsame Streams kommen pro Tag bis zu 40 weitere Stunden an Live-Übertragungen hinzu. Die ARD rundet ihr Angebot zusätzlich durch die Berichterstattung im Hörfunk ab.

Münchner Privatsender Sport1 erstmals neben Platzhirschen

Neu im olympischen TV-Boot sitzt neben den Platzhirschen Sport1. Der Münchner Privatsender sicherte sich zum ersten Mal die Rechte an einem olympischen Wettbewerb und wird das Eishockey-Turnier übertragen. 25 Spiele zeigt Sport1 live im Fernsehen und im Internet, darunter auch alle Halbfinal- und Finalpartien. Damit finden erstmals Teile der olympischen Winterspiele bei einem privaten Fernsehsender im Free-TV statt. 2002 hatte Premiere (heute Sky) die Spiele in Salt Lake City im Bezahlfernsehen übertragen.

Die ARD beginnt an ihren acht Sendetagen aufgrund des Zeitunterschieds von drei Stunden (9.00 Uhr MEZ entspricht 12.00 Uhr Ortszeit) bereits um 6.15 Uhr mit der Berichterstattung aus Sotschi und bleibt bis 21.00 Uhr auf Sendung. Das ZDF, das am 7. Februar zunächst die Eröffnungsfeier überträgt, sendet in einer Kernzeit von 7.30 Uhr bis 20.15 Uhr. ARD und ZDF nutzen ein gemeinsames zehn mal zehn Meter großes „gläsernes Studio“, das mitten im Olympiapark an der Schwarzmeerküste aufgebaut wird, und wechseln sich täglich mit der Berichterstattung ab.

Auch Hintergrundberichte, Rückblicke und Erklärstücke geplant

Neben jeder Menge Live-Sport sollen Hintergrundberichte, Rückblicke auf vergangene Olympische Spiele oder Erklärstücke, etwa über neue Wettbewerbe wie Slopestyle (Ski Freestyle und Snowboard), das Programm abrunden. „Die Menschen schauen sich ja auch Dinge an, die sonst keine Aufmerksamkeit finden“, sagte Herres. Die Zuschauer sollen „an die Hand genommen“ werden.

sid

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