Olympia ohne deutsche Volleyballerinnen

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Angelina Grün

Sofia - Die deutschen Volleyball-Männer können sich über einen rundum gelungenen Auftakt beim Qualifikationsturnier freuen, für die Frauen um Angelina Grün kam dagegen das endgültige Olympia-Aus.

Neuanfang geschafft, Olympia-Hoffnungen geschürt: Dank einer hochkonzentrierten Vorstellung haben die deutschen Volleyball-Männer beim europäischen Qualifikationsturnier für die Sommerspiele in London einen vielversprechenden Einstand gefeiert. Im ersten Pflichtspiel unter ihrem neuen Bundestrainer Vital Heynen entschied die deutsche Auswahl am Dienstag in der bulgarischen Hauptstadt Sofia das Schlüsselspiel gegen die Slowakei mit 3:0 (25:19, 25:22, 25:20) unerwartet deutlich für sich.

Die Männer konnten sich nach ihrem rundum gelungenen Auftakt freuen, für die Frauen um Angelina Grün kam dagegen das endgültige Olympia-Aus. Drei Tage nach dem Scheitern bei ihrem europäischen Qualifikationsturnier zerschlugen sich die letzten Hoffnungen auf den Sprung zu den Sommerspielen. Kuba kann dank finanzieller Hilfe seines Kontinentalverbandes nun doch zum letzten Ausscheidungsturnier in Japan reisen. Die deutschen Frauen sind damit wie schon 2008 nur Zuschauer bei Olympia.

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Dagegen können die Männer um den überragenden Angreifer Georg Grozer wieder vom Sprung zu den Sommerspielen träumen. Durch den Auftaktsieg gegen die Slowakei steht das Tor zum Halbfinale vor den Partien gegen Finnland und Italien weit offen. “Wir haben clever gespielt“, lobte Heynen, wollte den Auftakt aber nicht überbewerten. “Das war der Start. Wir haben einen Schritt gemacht, aber noch ist nichts passiert“, sagte der Belgier, der erst seit gut zwei Monaten als Nachfolger des glücklosen Raúl Lozano im Amt ist, nach seiner gelungenen Feuertaufe.

Trotz ihrer extrem kurzen Vorbereitung kamen die Männer des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) gegen den EM-Fünften stark aus den Startlöchern. In der Annahme agierten Heynens Schützlinge sicher, zudem erwies sich der deutsche Block ein ums andere Mal als zu stark für die Slowaken um Berlins Meisterspieler Tomas Kmet. Folgerichtig lag das deutsche Team rasch mit drei Punkten in Front. Nach 25 Minuten konnte Grozer mit einem Schmetterschlag den dritten Satzball zum wichtigen Gewinn des ersten Durchgangs nutzen.

Auch fortan konnte der neue Bundestrainer das Spiel seiner Mannschaft mit zufriedener Miene verfolgen. Die DVV-Männer leisteten sich weiter nur wenige Fehler, zudem hatten sie deutliche Vorteile am Netz. Zwar hielten die Slowaken, gegen die es bei der EM 2011 noch eine Niederlage gegeben hatte, nun stärker dagegen. Doch erneut wurde schnell ein Vorsprung von drei Punkten herausgespielt - und behalten. Erneut Grozer nutzte per Schmetterschlag den zweiten Satzball.

Der Rest war Formsache: Mit den Erfolgserlebnissen im Rücken agierte das DVV-Team nun wie aus einem Guss und ließ den Gegner auch im dritten Satz nicht ins Spiel kommen. Nach nur knapp 80 Minuten Spielzeit war Max Günthör zur Stelle und nutzte per Block den vierten Matchball zum Sieg. “Wir können uns noch steigern, aber für den Anfang war das schon sehr gut“, bilanzierte Kapitän Björn Andrae.

Nur der Turniersieger qualifiziert sich direkt für die Sommerspiele. Die deutschen Männer, die 2008 in Peking erstmals seit 1972 wieder bei Olympia vertreten waren, haben auf jeden Fall noch eine letzte Chance bei einem Heimturnier in einem Monat in Berlin.

dpa

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