Sie sollen 15 Millionen Pfund verdienen

Zwei Einäugige sind Olympia-Maskottchen

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Wenlock (l.) und Mandeville sind die Maskottchen für Olympia 2012 in London

London - Wenlock und Mandeville sind die Maskottchen für die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele 2012 in London. Dabei handelt es sich um zwei futuristische einäugige Figuren.

Mit Wenlock und Mandeville sollen 15 Millionen englische Pfund (umgerechnet 17,4 Millionen Euro) durch Merchandising verdient werden sollen. Insgesamt wollen die Veranstalter der Spiele in der englischen Hauptstadt 70 bis 80 Millionen Pfund durch den Verkauf von Fanartikeln einnehmen.

Olympia-Maskottchen Wenlock und sein Paralympics-Pendant Mandeville sind aus glänzendem Stahl, haben ein großes Auge und orangefarbene Leuchten auf dem Kopf, die an die Schilder auf den Dächern der englischen Taxis erinnern sollen.

Ein Kinderbuch-Autor hat eigens eine Geschichte über die Entstehung der Maskottchen geschrieben, die am Donnerstag als Comic veröffentlicht wurde. In dem kurzen Film ist zu sehen, wie Wenlock und Mandeville aus den letzten Tropfen flüssigen Stahls entstehen, die nach der Fertigstellung des Olympiastadions übrig geblieben sind.

Die Namen der Maskottchen haben eine besondere Bedeutung. In Much Wenlock, einer Ortschaft in der englischen Grafschaft Shropshire, fand ab 1850 eine sportliche Großveranstaltung statt, die Pierre de Coubertin bei der Wiederbelebung der Olympischen Spiele inspiriert haben soll. Im Krankenhaus Stoke Mandeville in Aylesbury wurden Soldaten mit schweren Wirbelsäulenverletzungen behandelt.

In der Vergangenheit hatten die Olympia-Organisatoren zumeist ein Herz für Tiere entwickelt. Erstmals wurde 1972 bei den Sommerspielen in München offiziell eine Symbolfigur eingeführt: Waldi, der Dackel.

sid

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