Zu viel Matratzensport bei Olympia?

„Krise“ in Pyeongchang: Den Olympioniken gehen die Kondome aus

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„Feiere mit einem Kondom“ steht auf portugiesisch auf der Verpackung eines Kondoms, das 2016 bei den Sommerspielen in Rio im Olympischen Dorf verteilt wurde. 

Der erste Rekord ist aufgestellt: Die Athleten verbrauchen mehr Kondome denn je bei Olympischen Winterspielen. Glänzen die Stars also auch in einer anderen Sportart?

Sportliche Höchstleistungen sind bei Olympia ohnehin immer zu erwarten. Ob das auch für den Matratzensport gilt, bleibt aber offen. Eine Sache scheint gewiss: Während die Olympioniken auf den Loipen oder Sprungschanzen auf Rekordjagd gehen, nutzen sie die Pausen zwischen den Wettkämpfen auch für die schönste Nebensache der Welt. Darauf lässt zumindest der exzessive Kondom-Konsum der Sportler schließen - besonders in diesem Jahr.

Wie die Bild berichtet, wurde schon vor dem ersten Wettkampf ein Rekord aufgestellt: 110.000 Kondome hat ein Sponsor bereits im Olympischen Dorf verteilt - so viele wie noch nie bei Olympischen Winterspielen. Jeder Sportler hat demnach im Schnitt bereits 37 Stück erhalten. Zum Vergleich: In Sotschi waren es 100.000 Kondome über den gesamten Zeitraum der Spiele.

Die Kondom-Krise ist ausgebrochen - und das nicht zum ersten Mal

Die Gummis werden in Körben als Werbegeschenk bereitgestellt. Dabei scheint die Nachfrage nach den Latex-Produkten so hoch zu sein, dass nun die Kondom-Krise ausgebrochen ist. So erzählt Rodler Andi Langenhan der Bild, er habe nur leere Körbchen gesehen. Das ist nicht das erste Mal, dass es zu einem Kondom-Mangel bei Olympia kommt: Bei den Sommerspielen 2008 in Peking beschwerten sich deutsche Profis, bei der obligatorischen Einkleidung sei jene spezielle Gummi-Bekleidung vergessen worden.

Kondome sind im Olympischen Dorf inzwischen Klassiker

Die Selbstverständlichkeit, mit der die Sportstars in die Kondom-Körbe greifen - und die Enttäuschung darüber, wenn sie diese leer vorfinden - hat also einen Grund: Die Kondome sind inzwischen echte Klassiker im Olympischen Dorf. Die Athleten haben sich einfach daran gewöhnt, immer und überall zugreifen zu können. Vor zwei Jahren in Rio de Janeiro waren es laut Bild sogar 450.000 Kondome - eigens mit speziellem Gleitgel, das auch gegen die Übertragung des Zika-Virus Schutz bieten sollte. Der Kultstatus ist wahrscheinlich auch einer der Gründe für die hohe Gummi-Nachfrage: Für viele Sportler wird das Safer-Sex-Produkt schlicht zum Souvenir. Wie viele der Präservative tatsächlich im Olympischen Dorf zum Einsatz kommen, kann nur spekuliert werden.

Verfolgen Sie die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang in unserem Live-Ticker.

bah

Im Video: Dieses Kondom erkennt Krankheiten 

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