Ganz Deutschland fiebert mit

5 Dinge, die jeder vor dem Eishockey-Finale gegen Russland wissen muss

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Deutschland am Sonntag auf dem Eis: Es könnte der krönende Abschluss von erfolgreichen Spielen für „Team D“ werden

Es muss ein Puck durch Deutschland gehen: Am Sonntagmorgen könnte die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft mit einem Finalsieg aus der Sensation ein regelrechtes Wunder machen. 

1. Eurosport einschalten lohnt sich!

Das Finale zwischen Deutschland und der russischen Mannschaft (Sonntag, ab 5.10 Uhr) wird sowohl im ZDF als auch auf Eurosport übertragen. Eishockey-Fans favorisieren Eurosport, weil Kommentator Gerhard Leinauer und Experte Patrick Ehelechner die vergangenen Siege der Deutschen weitaus emotionaler kommentiert haben, sie fieberten am Mikro regelrecht wie Fans mit. Ex-DEL-Torwart Ehelechner bringt außerdem viel Kompetenz mit. 

2. Russland steht unter Druck

Fest steht: Ganz Russland erwartet von der Mannschaft die Goldmedaille. Der letzte Turniersieg der „Sbornaja“ (auf Deutsch: Auswahl) liegt schon einige Jahre zurück. Im Jahr 2014 wurde Russland Eishockey-Weltmeister. Danach folgten Silber, Bronze und erneut Bronze bei den jährlichen Weltmeisterschaften. Bei den Olympischen Spielen 2014 enttäuschten die russischen Eishockeyspieler, schon im Viertelfinale gegen Finnland war Schluss. Nach 1992 konnte Russland nie Gold bei Olympischen Spielen holen. Die Sowjetunion hatte damals ein Abo auf Edelmetall! Einschalten wird mit Sicherheit auch Staatspräsident Wladimir Putin, der sich selbst gerne auf dem Eis filmen lässt. 

Für die Deutschen dagegen ist die bereits sichere Silbermedaille der größte Erfolg in der Geschichte der Nationalmannschaft. Das Team von Marco Sturm kann also ohne (erdrückende) Erwartungshaltung spielen.

Lesen Sie auch im Olympia-Ticker: Kanadische Presse ätzt gegen deutsches Team

3. Die Quoten stehen gut, die Chancen schlecht

Schaut man sich die aktuellen Wettquoten an, ist Deutschland der ganz klare Außenseiter. Bei bwin.com bekommt man für einen Sieg der Deutschen eine Quote von 9,0 - tippt man auf die Russen, gibt es dagegen nur eine Quote von 1,22. Ähnlich bei bet-at-home.com: Da gibt es sogar eine Quote von 9,5 für die Deutschen. Auch in Russland ist man ganz verwundert über den Finaleinzug der Deutschen: „Deutschland im Olympia-Finale – was???“, titelte das Sportportal sports.ru. 

Tatsächlich starteten die Deutschen mit zwei Niederlagen gegen Finnland (5:2) und Schweden (1:0) nicht unbedingt aussichtsreich ins Olympische Turnier. Ein frühes Ausscheiden drohte. Erst am vergangenen Sonntag gelang ihnen der erste Sieg, knapp im Penaltyschießen gegen Norwegen. Auch in der Qualifikation für das Viertelfinale mussten die Deutschen in die Overtime, bezwangen die Schweiz letztlich mit 2:1. Dann begann die Sensation: Am Mittwoch wurde Schweden nach Verlängerung mit 4:3 besiegt und am Freitag folgte dann der große Triumph gegen Kanada (4:3). Die Deutschen im „Siegesrausch“: Wer den aktuellen Olympiasieger (Kanada) sowie den Weltmeister (Schweden) besiegen kann, der kann auch Favorit Russland schaffen!

4. Alle Jahrzehnte wieder...

Zwar gehört Deutschland nicht zur Spitzengruppe unter den Eishockey-Nationalmannschaften (aktuell Platz 8 in der IIHF-Weltrangliste, Russland ist Zweiter). Bei der Heim-WM 2010 erreichte Deutschland aber immerhin einen überraschenden vierten Platz. Die größten Erfolge jedoch liegen viel länger zurück! Zweimal wurde Deutschland Vize-Weltmeister, aber vor ewigen Zeiten (1930, 1953). Bei den Olympischen Spielen 1932 holten die Deutschen Bronze, 44 Jahre später - bei den Winterspielen 1976 in Innsbruck - erneut Bronze. Nun, wieder mehr als vier Jahrzehnte später, ist den Deutschen mindestens Silber sicher!

Gold-Rekord für Deutschland: Der aktuelle Medaillenspiegel

5. Diese Spieler könnten das Finale entscheiden 

Die Topstars der Russen kommen von den KHL-Spitzenteams SKA St. Petersburg und ZSKA Moskau. Elf Spieler verfügen über NHL-Erfahrung. Der Superstar der Russen ist Ilya Kovalchuk (34), doch auch das Talent Kirill Kaprizov (20) überzeugte mit vier Treffern. Gefährlich ist auch Nikita Gusev (25), der sechs Treffer vorbereitete. Es scheint so, als könnte sich das Team des russischen Cheftrainers Olegs Znaroks nur selbst schlagen. 

In der deutschen Mannschaft sticht vor allem Christian Ehrhoff von den Kölner Haien heraus, der 35-Jährige bringt Ruhe ins Team. Wie auch immer das Finale ausgehen wird: Bei der Abschlussfeier der Winterspiele am Sonntag wird Ehrhoff die deutsche Fahne tragen dürfen. Das drückt schon die enorme Wertschätzung aus, die sich die Männer mit den Kufen verdient haben! 

Um gegen die Russen zu bestehen, braucht es aber vor allem erneut eine geschlossene Mannschaftsleistung. Deutschland sei „eine physisch starke Mannschaft“, die strukturiert spiele, bemerkte auch der russische Co-Trainer Harijs Vitolins. 

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