Nowitzkis Mavericks immer mehr unter Druck

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Schnelles Aus für den enttäuschenden Neuzugang: Die Dallas Mavericks trennten sich von Lamar Odom.

Dallas - Im Rennen um die Playoffs wird es für Titelverteidiger Dallas Mavericks immer enger. Auch Dirk Nowitzki macht Fehler. Die Texaner trennten sich nach US-Medienberichten vom enttäuschenden Lamar Odom.

Für Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks wird es im Rennen um die Play-off-Teilnahme in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA immer enger. Am für den amtierenden Champion spielfreien Montag fuhren die Konkurrenten in der Western Conference wichtige Siege ein und setzten das Team des Würzburgers weiter unter Druck.

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Der Sechste Houston Rockets setzte sich 94:89 bei den Portland Trailblazers durch und vergrößerte mit nun 32:25 Siegen den Abstand auf die siebtplatzierten Mavericks (31:26). Zudem gewannen die Denver Nuggets deutlich 123:84 gegen die Golden State Warriors und zogen als Tabellenachter in der Bilanz mit den Texanern gleich. Verfolger Phoenix Suns setzte sich mit 114:90 bei den Minnesota Timberwolves durch und liegt mit nur einem Sieg weniger (30:27) als Dallas auf Rang neun.

Das Nowitzki-Team hatte zuletzt zwei Spiele in Folge verloren und tritt am Dienstag gegen den Vorletzten im Westen, die Sacramento Kings an. Einen Tag später treffen in Phoenix und den fünftplatzierten Memphis Grizzlies zwei direkte Konkurrenten aufeinander. “Wir müssen jetzt ein paar Spiele gewinnen“, forderte Nowitzki.

An der Spitze der Western Conference mussten die San Antonio Spurs nach zuletzt elf Siegen in Folge die erste Niederlage hinnehmen. Das Team aus Texas verlor bei den Utah Jazz 84:91 und verpasste damit die Chance, Spitzenreiter Oklahoma City vom ersten Platz zu verdrängen. Zwei Tage nach der Niederlage zogen die Texaner die Konsequenzen aus den bislang enttäuschenden Auftritten Lamar Odoms und trennten sich nach nur vier Monaten von dem Neuzugang. “Es ist wahrscheinlich im besten Interesse aller Beteiligten“, sagte General Manager Donnie Nelson am Montag. “Es tut mir leid, dass die Dinge für beide Seiten nicht besser gelaufen sind“, sagte Odom der Internetseite espn.com.

Der Titelverteidiger wird den 32-Jährigen nicht entlassen, sondern für den Rest der Saison auf die Liste der inaktiven Spieler setzen. Der beste sechste Mann der Vorsaison erschien vor Start der verkürzten Spielzeit im Dezember außer Form in Texas und enttäuschte durchgehend. Im Schnitt stand Odom 20,5 Minuten auf dem Feld und erzielte dabei 6,6 Punkte und 4,2 Rebounds. “Ich bin fertig damit, darüber zu reden“, meinte Nowitzki nach der Schlappe gegen Memphis auf Odom angesprochen. Am Montag verließ Nowitzki die Trainingshalle wortlos durch einen Seitenausgang.

Noch am Donnerstag hatten die Mavericks Memphis mit 95:85 nach Hause geschickt. Nun aber wird es für Dallas eng: Die Denver Nuggets (30:26), die Phoenix Suns (29:27) und auch die Utah Jazz (29:28) sitzen den Mavs im Nacken - zumal Dallas von den letzten neun Spielen bis zum Ende der Vorrunde sechs auswärts bestreiten muss.

Nowitzki appellierte deshalb an sein Team: “Es geht nicht, wenn es nur ein Spieler will. Es geht nicht, wenn es nur zwei Spieler wollen. Wenn wir gewinnen wollen, müssen wir es zusammen wollen und jeder muss auf einem hohen Level spielen. Das ist der einzige Weg.“

Auch Mavs-Coach Rick Carlisle war ziemlich ratlos. “Im ersten Viertel hatten wir schon gute Würfe. Aber die sind einfach nicht reingegangen“, meinte er. Nowitzki blieb bei fünf Versuchen bis zur Halbzeit sogar ohne Treffer. “Wir hatten noch einige Chancen. Aber die Turnovers haben uns schwer getroffen“, meinte er. Auch der Deutsche war mit zwei Fehlern in der entscheidenden Phase nicht schuldlos.

dpa/sid

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