Nowitzki: Komme nicht zurück nach Deutschland

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NBA-Champion Dirk Nowitzki schließt eine Rückkehr nach Deutschland aus.

Düsseldorf - NBA-Champion Dirk Nowitzki schließt eine Rückkehr nach Deutschland aus. Nicht, weil er sich zu gut findet. Dafür gab er sich in einem Interview viel zu bescheiden. Nein, seine Entscheidung hat ganz andere Gründe.

NBA-Champion Dirk Nowitzki schließt eine komplette Rückkehr nach Deutschland auch nach dem Ende seiner Basketball-Karriere aus. Zunächst einmal habe er ja ohnehin noch drei Jahre Vertrag bei den Dallas Mavericks in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA. „Und mal schauen, ob ich noch ein, zwei Jährchen dranhänge“, sagt der gebürtige Würzburger im Interview der Bild am Sonntag.

Er mag zwar beide Plätze, die USA und Deutschland. Doch das ganze Jahr will er allein schon wegen des Wetters nicht mehr in seiner alten Heimat leben. „Ich mag keine Kälte mehr, überhaupt nicht“, sagt Nowitzki. Einen Kompromiss hält Deutschlands frisch gekürter Sportler des Jahres aber für möglich. „Ich könnte mir vorstellen, dass ich vielleicht ein halbes Jahr hier, ein halbes Jahr in Deutschland lebe“, sagt der 33-Jährige.

Vorerst ebenfalls kein Thema ist Nachwuchs im Hause Nowitzki. „Da ist in naher Zukunft erst mal noch nichts angedacht“, sagt der Basketball-Superstar. Das hat aber nichts mit seiner Freundin Jessica zu tun, wie Nowitzki betont: „Wir verstehen uns prima, es passt.“ Auch seine Eltern mögen Jessica sehr gern: „Warten wir erst mal ab, was das nächste Jahr so bringt. Aber es ist auf jeden Fall vorstellbar, dass wir eine gemeinsame Zukunft haben.“

Nowitzki: „Bin nicht der beste Spieler der Welt“

Vor dem Saisonstart in der NBA präsentierte er sich gewohnt bescheiden. „Ich bin nicht der beste Spieler der Welt“, sagte der Würzburger im Gespräch mit dem Sender Sky Sport News HD an Heiligabend.

Entscheidend für den ersten Titelgewinn seiner Dallas Mavericks sei etwas anderes gewesen. „Wir haben alle an einem Strang gezogen. Andere Teams wie die Miami Heat hatten bessere Einzelspieler als wir. Aber wir waren die bessere Mannschaft“, sagte der deutsche Nationalspieler. Nach dem 4:2-Triumph gegen Miami wurde Nowitzki zum MVP der Finalserie gewählt.

Wenn Nowitzki an die entscheidenden Momente im sechsten Finale zurückdenkt, läuft es ihm immer noch eiskalt den Rücken herunter. „Das waren überwältigende Emotionen. Und natürlich die Übergabe der Trophäe, als ich sie zum ersten Mal in Händen halten und nach oben stemme durfte. Dazu die ganze Mannschaft hinter mir. Diese Szene habe ich als Foto zu Hause bei mir hängen. Die letzten Momente aus dem entscheidenden Spiel - das sind Szenen, die ich nie vergessen werde“, sagte der 34-Jährige sichtlich bewegt.

Nowitzki - und sonst? Die größten Stars des US-Sports

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In der neuen Saison sieht Nowitzki viel Arbeit auf sich zukommen. Nach dem Abgang zahlreicher Meisterspieler muss der Teamleader weiter an seinem Spiel basteln. „Ich denke, in der Verteidigung kann ich mich immer noch verbessern. Gerade was das Rebounding betrifft. Nach dem Abgang von Tyson Chandler muss ich mich da noch mehr einbringen. Vorne muss ich einfach so weiter spielen wie die letzten Jahre“, erklärte „The Big D.“

Durch den Titelgewinn geht er aber nach eigener Aussage entspannter in die Saison. „Einmal das Ding gewonnen zu haben - das kann einem keiner mehr nehmen und gibt natürlich Selbstvertrauen für die neue Saison“, sagt Nowitzki. Doch dem Superstar ist nach allen Ehrungen und Auszeichnungen bewusst: „Mehr geht nicht. Wenn wir das Ding noch einmal holen sollten, wäre das der Wahnsinn, aber so wie beim ersten Mal wird es nicht mehr.“

Vor dem Saisonstart am ersten Weihnachtstag in Dallas, wo vor dem Spiel gegen Finalgegner Miami um 13.13 Uhr das Meisterbanner an die Decke gehievt wird, sei er noch nicht in Topform. Aber er fühle sich gut und „mittlerweile bin ich einigermaßen fit und freue mich auf die Saison“, sagte Nowitzki.

dapd/sid

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