Nowitzki und Co. haben ein Zeitproblem

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Die deutschen Basketballer um NBA-Champion Dirk Nowitzki plagt kurz vor dem Start in die EM ein Zeitproblem

München - Die deutschen Basketballer um NBA-Champion Dirk Nowitzki plagt kurz vor dem Start in die EM ein Zeitproblem. Bundestrainer Dirk Bauermann gibt sich trotz realistischer Einschätzung optimistisch.

„Wir haben einfach zu wenig Zeit für alles. Wir haben zu wenig Zeit für Training und zu wenig Zeit für Spiele“, sagte Bundestrainer Dirk Bauermann nach dem mühevollen 70:68 (35:33) gegen Mazedonien. Nur etwa zwei Wochen kann sich das Team in kompletter Formation einspielen.

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Trotzdem werde man bereit sein, wenn am Mittwoch der Titelkampf in Litauen (31. August bis 18. September) mit dem Spiel gegen Israel beginnt. „Die Mannschaft hat sich gefunden und wird voll da sein, wenn es darauf ankommt“, sagte Bauermann. Bei der EM steht ein Mammutprogramm bevor, mit maximal elf Spielen in 16 Tagen. Deutschland möchte dort unter die ersten Sechs und so zumindest das Qualifikationsturnier für die Olympischen Spiele 2012 in London erreichen.

Bauermann gibt daneben ein weiteres ehrgeiziges Ziel vor. „Wir wollen die beste Verteidigung des Turniers spielen“, sagte der 53-Jährige. Am Freitagabend war die DBB-Auswahl aber noch ein gutes Stück von einer solchen Verfassung entfernt, woran auch eine gewisse Müdigkeit Schuld war. „Wir haben uns schwer getan. Alles wirkte sehr langsam und energielos“, sagte der Coach.

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Auch dem NBA-Duo fehlte phasenweise die Frische. Dennoch stimmte Bauermann noch einmal ein Loblied auf die beiden Stars an. „Wenn Chris Kaman seine wahre Form findet, wird er einer der dominierenden Center der EM sein. Und Dirk gibt immer alles, was er hat. Ich glaube nicht, dass irgendein anderer Athlet, ob im Basketball oder einer anderen Sportart, mit dieser Minipause eine EM gespielt hätte.“

Gegen Mazedonien mussten daher auch andere Spieler Verantwortung übernehmen. Heiko Schaffartzik tat dies mit dem entscheidenden Dreier 4,4 Sekunden vor dem Ende. Routinier Sven Schultze gab dem Team einen Energieschub, als es im dritten Viertel völlig den Faden verloren hatte. „Schultze war unser wertvollster Spieler. Es war sensationell, was er gemacht hat. Er hat uns die Intensität und den Willen zurückgegeben“, sagte Bauermann. Am Sonntag absolviert die DBB-Auswahl in Berlin (15.00 Uhr, RBB) die EM-Generalprobe, wiederum gegen Mazedonien.

SID

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