Ex-Skirennfahrer

Neureuther will DSV-Präsident werden

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Der ehemalige Skirennfahrer Christian Neureuther hat seine Bereitschaft zur Kandidatur für das Präsidentenamt beim Deutschen Skiverbandes (DSV) angekündigt.

München - Ex-Skirennfahrer Christin Neureuther hat sich als Präsident des Deutschen Skiverbandes (DSV) ins Gespräch gebracht. Er will den scheidenden Alfons Hörmann beerben.

Der ehemalige Skirennfahrer Christian Neureuther hat seine Bereitschaft zur Kandidatur für das Präsidentenamt beim Deutschen Skiverbandes (DSV) angekündigt. Weil der bisherige Verbandsvorsitzende Alfons Hörmann am Samstag an die Spitze des Deutschen Olympischen Sport-Bundes (DOSB) wechseln will, wird der Posten beim DSV frei. „Natürlich bin ich nicht ein typischer Verbandspräsident, weiß aber, wie der Skiverband tickt, was er braucht. Ich habe intern meinen Hut in den Ring geworfen“, sagte der ehemalige Skirennfahrer Neureuther dem „Münchner Merkur“ in einem Interview (Freitags-Ausgabe).

Der scheidende DSV-Präsident Alfons Hörmann hatte Ende Oktober angekündigt, im Falle seiner Wahl zum DOSB-Präsidenten noch im Dezember die Weichen für seine Nachfolge zu stellen, damit „im DSV kein Führungsvakuum entsteht“. Nun also hat der 64-jährige Neureuther seine Bereitschaft erklärt. „Schau'n wir mal, ob die Herren das wollen“, sagte er am Donnerstagabend der Nachrichtenagentur dpa.

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Sein wesentlicher Programmpunkt: „Mir liegt am Herzen, Programme aufzustellen für Kinder und Jugendliche, mit denen man sie zum Leistungssport bringt“, sagte Neureuther. Der Vater von Slalom-Vizeweltmeister Felix Neureuther und Ehemann von Gold-Rosi Mittermaier kritisierte den Gigantismus von Sportveranstaltungen.

Dabei spielt Neureuther auch auf den Fußball und die Proteste beim Confederations Cup an: „Wie die Menschen in Brasilien reagiert haben, das hat mir zu denken gegeben.“ Trotz seiner Unterstützung hatte sich seine Heimatgemeinde Garmisch-Partenkirchen bei der Volksabstimmung im November ebenso wie München, das Berchtesgadener Land und der Landkreis Traunstein gegen eine Olympia-Bewerbung um die Spiele 2022 votiert.

Der Olympia-Fünfte im Slalom von 1980 befürchtet: „Wenn alles käuflich ist, wenn alles kaputt gemacht wird, dann bekommen wir Olympische Spiele künftig nicht mehr in Länder, die so ticken wie wir. Sondern nur noch in totalitär regierte Länder. Dann verlieren auch Sponsoren den Bezug zum Thema.“

dpa

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