Slalom-Weltcup

Neureuther Zweiter in Madonna di Campiglio

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Skirennläufer Felix Neureuther

Madonna di Campiglio - Felix Neureuther hat beim Nacht-Slalom in Madonna di Campiglio mit Rang zwei und dem 16. Podestplatz seiner Karriere seine starke Form in der WM-Saison untermauert.

Am Anfang war es verdammt knapp, am Ende ziemlich deutlich, aber Felix Neureuther war trotzdem allerbester Laune. Mit Rang zwei beim Weltcup-Slalom im italienischen Madonna di Campiglio, der vom Tod eines Torrichters überschattet wurde, bestätigte der Partenkirchner seine hervorragende Form im WM-Winter.

Besser als Neureuther war nur Marcel Hirscher. Nach dem ersten Lauf hatte der Gesamtweltcupsieger aus Österreich nur 0,06 Sekunden vor dem Deutschen gelegen, im Finale dann deklassierte er ihn: 1,67 Sekunden betrug am Ende sein Vorsprung auf der erst eisigen, später dann arg ramponierten Piste „Canalone Miramonti“. Dritter wurde ein wenig überraschend Naoki Yuasa (Japan), 26. nach dem ersten Lauf.

Bereits beim Slalom am vergangenen Samstag in Val d'Isere hatte Neureuther den zweiten Platz belegt - hinter dem Franzosen Alexis Pinturault. Im ersten Torlauf des Winters war er Siebter gewesen, im Weltcup liegt er an Dritter Stelle hinter Hirscher und Andre Myhrer aus Schweden. Abgerundet hatte er seine bisher ausgezeichnete Saison mit einem vierten und einem siebten Rang im Riesenslalom.

Für Neureuthers Kollegen verlief der Abend weniger gut. Fritz Dopfer (Garmisch) belegte Rang 22 und ist im Slalom weiter auf der Suche nach der guten Form des vergangenen Winters. Bereits im ersten Lauf fing sich der 25-Jährige enorm viel Zeitrückstand ein, rutschte als 29. gerade noch in den Finallauf. Dort kam er ebenfalls nicht zurecht mit den Bedingungen. Im Gegensatz zu Yuasa, der von Rang 26 aus zum ersten Mal in Weltcup aufs Podest fuhr.

Auch der „Nachwuchs“ patzte: Dominik Stehle (Obermaiselstein) hatte bei seinem 20. Start im Weltcup das beste Resultat vor Augen. Im ersten Lauf war er mit der hohen Startnummer 48 noch auf einen herausragenden zwölften Rang vorgefahren, hatte allerdings gleich gewarnt: „Zum Gratulieren ist es noch zu früh.“ In der Tat: Im Finale fädelte der 26-Jährige nach 33 Fahrsekunden ein.

Stefan Luitz (Bolsterlang) war kurz zuvor auch in seinem zweiten Rennen nach seinem sensationellen zweiten Rang im Riesenslalom von Val d'Isere vor gut eineinhalb Wochen ausgeschieden. Mit Startnummer 34 hatte er sich zunächst auf Rang 21 und damit ins Finale gekämpft, dort scheiterte er dann schon in Sichtweite des Ziels. Nach nunmehr sieben Weltcup-Starts im Slalom ist der 20-Jährige damit weiter ohne Weltcuppunkte in dieser Disziplin.

Im ersten Lauf war das Rennen nach acht Startern für eine Viertelstunde wegen eines tragischen Zwischenfalls unterbrochen worden. Ein Torrichter hatte einen Herzinfarkt erlitten. Für den Mann, einen 70 Jahre alter Skilehrer aus Madonna di Campiglio, kam trotz umgehender Wiederbelebungversuche am Pistenrand jede Hilfe zu spät.

SID/dpa

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