Neureuther und Hirscher: Aussprache mit Kostelic

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Felix Neureuther

München - Ski-Rennläufer Felix Neureuther und sein österreichischer Konkurrent Marcel Hirscher sind in der „Einfädel“-Affäre aus dem Schneider.

Bei der obligatorischen Mannschaftsführersitzung vor dem Slalom am Dienstagabend im österreichischen Schladming wurden beide von der Rennjury von dem Vorwurf freigesprochen, beim Rennen am 5. Januar im kroatischen Zagreb ein Tor nicht korrekt passiert zu haben. Neureuther hatte damals Platz zwei hinter Hirscher belegt. Am Wochenende wurde in Kitzbühel heftig darüber diskutiert, ob die beiden nicht wegen „Einfädlern“ hätten disqualifiziert werden müssen.

Gesamtweltcupsieger Ivica Kostelic, Drittplatzierter in Zagreb, hatte nach dem Rennen in Kitzbühel Neureuther und Hirscher vorgeworfen, beide hätten das Einfädeln bemerkt, seien aber dennoch weitergefahren: „Es ist nur ein Rennen, aber die Schande bleibt.“ Der Kroate hat sich bei einer Aussprache mittlerweile bei Neureuther und Hirscher entschuldigt, nachdem diese bei FIS-Renndirektor Günter Hujara beantragt hatten, alle verfügbaren Aufzeichnungen ihrer Läufe in Zagreb noch einmal zu überprüfen. Urteil: Neureuther und Hirscher hatten den Kurs in Zagreb regelkonform absolviert.

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Hirscher wurde vom Internationalen Ski-Verband FIS dennoch mit einer Strafe von jeweils 999 Schweizer Franken belegt, weil er die Rennen in Wengen und am Wochenende in Kitzbühel trotz eines Torfehlers zu Ende gefahren war. Der Österreicher betonte allerdings auch im Hinblick auf die Diskussionen mit Kostelic, er werde immer anhalten, falls er merke, einen Torfehler begangen zu haben. Darüber hinaus zeigten sich Hirscher, Neureuther und Kostlic am Montag bei der öffentlichen Auslosung der Startnummern in Schladming gemeinsam auf der Bühne, um Anfeindungen österreichischer Fans gegen den Kroaten zu mindern.

sid

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