Riesenslalom-"Übermensch" Ligety

Neureuther hauchdünn hinter Podest

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Felix Neureuther zeigt weiterhin starke Leistungen.

Kranjska Gora - Felix Neureuther fährt auch eine Woche vor dem Saisonende bärenstark. Er festigte er seinen vierten Platz im Gesamtweltcup. Mit Dagegen stürzte Fritz Dopfer erneut.

Nur vier Hundertstelsekunden fehlten Felix Neureuther zum zweiten Podestplatz im Riesenslalom-Weltcup, aber auch knapp hinter dem Stockerl durfte der 28-Jährige zufrieden sein. Auch eine Woche vor dem Ende einer kräftezehrenden Saison präsentiert sich der Partenkirchener Skirennfahrer weiter top in Form und festigte mit Rang vier seinen vierten Platz im Gesamtklassement. Der Sieg beim Rennen am Samstag im slowenischen Kranjska Gora ging an den amerikanischen Weltmeister Ted Ligety, der sich zum vierten Mal die kleine Kristallkugel in seiner Paradedisziplin sicherte.

"Der ist für mich der absolute Übermensch im Riesenslalom", lobte Neureuther den Kumpel aus den USA. Hinter Ligety belegten der Österreicher Marcel Hirscher und Alexis Pinturault (Frankreich) die weiteren Podiumsränge. Nach dem etwas überraschenden Premieren-Podestplatz im Riesentorlauf von Adelboden im Januar blieb für Neureuther diesmal hinter dem Trio nur knapp das Nachsehen. Wie vor zwei Wochen beim Heim-Rennen in Garmisch-Partenkirchen, als er als Führender des ersten Durchgangs mit einem Beinahe-Aus im Finale weit zurückfiel, unterstrich der WM-Zweite des Slaloms aber seine Zugehörigkeit zur Weltspitze im Riesentorlauf.

Auch die Vorstellung von Fritz Dopfer hatte eine Parallele zum Heim-Rennen - allerdings eine schmerzhafte. Wie vor zwei Wochen in Garmisch-Partenkirchen stürzte der Pechvogel erneut. An einem Tor verschlug es ihm die Brille, das Brillenband störte danach seine Sicht und der Garmischer konnte den Sturz nicht mehr verhindern. Wenige Momente später stand der 25-Jährige aber wieder. Es war der nächste Rückschlag für Dopfer, der den Sturz aus Garmisch-Partenkirchen noch nicht überwunden hatte.

"Körperlich fühle ich mich eigentlich wieder halbwegs wieder hergestellt. Vom Selbstvertrauen ist es noch lang nicht das, wie es sein sollte. Da muss ich mich durchkämpfen", erklärte Dopfer in Kranjska Gora vor seinem neuerlichen Unfall. Als 34. beendete Benedikt Staubitzer den Wettkampf am Samstag, in Garmisch war er noch starker 15. geworden.

In der letzten Weltcup-Station vor dem Finale im schweizerischen Lenzerheide baute der Österreicher Hirscher seine Führung im Gesamtklassement aus. Er liegt mit 1295 Zählern vor dem Norweger Aksel Lund Svindal (1226). Bei noch drei ausstehenden Technikrennen, in denen Hirscher besser ist, gegenüber zwei Speedrennen, wo Svindal seine Stärken hat, ist der Kampf um die Große Kristallkugel damit fast entschieden.

An diesem Sonntag steht in Slowenien noch ein Slalom an. Dort hat WM-Silbermedaillengewinner Neureuther noch eine theoretische Chance auf die kleine Kristallkugel. Der Österreicher Hirscher führt dort allerdings mit 184 Punkten Vorsprung. "Der Hang in Kranjska Gora zählt zwar zu den schwersten im Weltcup, liegt mir aber gut. Im Slalom konnte ich hier schon einige Male auf dem Podest stehen", sagte Neureuther.

dpa

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