Neuer Sport-Sender fürs Free-TV?

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Der geforderte Sportkanal soll nicht nur Fußball abdecken.

Berlin - Erst im Dezember ist mit Sky Sport News HD ein neuer Sport-Nachrichtensender an den Start gegangen. Jetzt wird ein weiterer Kanal gefordert - und zwar fürs Free-TV.

Michael Vesper, Generalsekretär des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), hat sich in der Diskussion um den neuen Rekord-Fernsehvertrag für die Fußball-Bundesligen für einen eigenen öffentlich-rechtlichen Sportkanal ausgesprochen. „Ja, wir fordern, eine Art Phoenix-Kanal für Sport einzuführen. Die Argumente sind ausgetauscht“, sagte Vesper im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: „Aber es gibt einige Punkte, die einen Fortschritt in dieser Frage verhindern, etwa das Europarecht. Manche befürchten, ein solcher Kanal werde dann für die vierte und fünfte Liga des Fußballs genutzt. Wir sind trotzdem dafür.“

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Im Pay-TV hatte der Sender Sky am 1. Dezember vergangenen Jahres ein neues Kapitel in der deutschen Fernsehgeschichte aufgeschlagen. Damals ging der Sport-Nachrichtensender Sky Sport News HD auf Sendung und berichtet seitdem täglich rund um die Uhr ausschließlich über Sport.

Am Dienstag hatte die Deutsche Fußball Liga (DFL) den neuen Abschluss für die nationalen Medienrechte bekannt gegeben. Das Gesamtvolumen des neuen TV-Vertrages über vier Jahre bis 2017 beträgt insgesamt 2,511 Milliarden Euro. Vesper sieht aber durch diesen Rekord-Abschluss nicht die Gefahr, dass sich die Fernsehzeiten des Fußballs zu Lasten anderer Sportarten noch erhöhe.

„Das ist keine zwangsläufige Folge dieses Abschlusses. Soweit ich weiß, verändern sich die Sendezeiten im öffentlich-rechtlichen Fernsehen nicht, auch Sky überträgt genauso wie bisher“, sagte Vesper.

Dennoch befinde sich der DOSB in Gesprächen mit den Sendern. „Zum Beispiel wünschen wir uns in den Formaten Sportschau und Aktuelles Sportstudio einen regelmäßigen Block, in dem wenigstens über die wichtigsten Ergebnisse aus anderen Sportarten berichtet wird“, betont der ehemalige Politiker: „Wenn deutsche Sportler Weltmeister geworden sind, dann sollte man das in den öffentlich-rechtlichen Sendern sehen.“

Bei der besseren Vermarktung sieht er allerdings auch die Verbände in der Pflicht. „Gelegentlich ist der eine oder andere Spitzenverband nicht beweglich genug“, sagte Vesper.

sid

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