Empfindliche Niederlage

Playoff-Hoffnungen für Nowitzki wohl dahin

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Dirk Nowitzki (l.) gegen Pau Gasol

Los Angeles - Die minimalen Playoff-Hoffnungen sind für Dirk Nowitzki und seine Dallas Mavericks wohl endgültig dahin. Es setzt eine empfindliche Niederlage gegen die Los Angeles Lakers.

Für die Dallas Mavericks sind die 13. NBA-Playoffs in Serie nach einer Pleite im wegweisenden Duell wohl nicht mehr erreichbar. „Wir waren einfach nicht gut genug“, klagte ein deprimierter Dirk Nowitzki nach dem bitteren 81:101 am Dienstag (Ortszeit) beim direkten Kontrahenten Los Angeles Lakers.

Die Aussage traf besonders auf Deutschlands Basketball-Superstar selbst zu. Der lange Würzburger war nach seiner imponierenden Leistung beim 100:98 gegen die Chicago Bulls nicht wiederzuerkennen. Nur vier seiner 13 Würfe fanden den Weg in den Korb, elf Punkte waren für einen Mann seiner Klasse zu wenig. „Hier kann man nur gewinnen, wenn man seine Würfe trifft. Das ist uns heute nicht gelungen“, lamentierte Nowitzki, der in der Wurfausbeute von seinem Nationalteam-Kollegen Chris Kaman mit 14 Punkten übertroffen wurde.

In Bestform trumpfte LA-Star Kobe Bryant auf. Er zerpflückte mit einem sogenannten Triple Double die Texaner im Alleingang und schaffte mit 23 Punkten, elf Rebounds und elf Assists zweistellige Werte in drei Kategorien. Bryant stand fast die komplette Spielzeit über auf dem Parkett und machte das Fehlen von Ideengeber Steve Nash mehr als wett. Ein weiterer Pluspunkt der Kalifornier war ihr Größenvorteil. „Das hat uns zu schaffen gemacht“, bekannte Nowitzki.

Dallas-Coach Rick Carlisle wollte nach dem schwachen Auftritt bei den nicht überzeugend aufspielenden Lakers nicht vom Ende aller Hoffnungen sprechen, wird aber viel Aufbauarbeit leisten müssen. „Das wirft uns zurück. Wir hätten den Sieg gebraucht und sind jetzt alle frustriert.“ Nächster Gegner sind die Denver Nuggets, die im Westen derzeit auf dem dritten Platz liegen. Die Mavericks bleiben in der Western Conference mit 36 Siegen und 38 Niederlagen weiter auf dem zehnten Platz hängen. Die Lakers (39:36) und Utah Jazz (39:36) haben wieder deutlich die Nase vorn. Den wichtigen achten Platz hat derzeit das Team aus Salt Lake City in Besitz.

Im ausverkauften Staples Center von Los Angeles hatten die Zuschauer schon in der Pause Grund zum Feiern. Das Trikot mit der Nummer 34 des langjährigen NBA-Stars Shaquille O'Neal hängt nun künftig neben den Shirts der Basketballe-Legenden Magic Johnson und Kareem Abdul-Jabbar unter dem Hallendach. Vergeben wird die Nummer in Zukunft nicht mehr. „Ich wäre gern dabei gewesen, aber ich musste mich auf die zweite Halbzeit vorbereiten. Wir haben aber ein bisschen geplaudert“, sagte Ex-Kollege Bryant, der nächster Kandidat für eine solche Auszeichnung sein könnte. „Shaq“ stand zwischen 1996 und 2004 insgesamt 636 Mal für die Lakers auf dem Parkett.

Meister Miami Heat kassierte mit dem 90:102 gegen die New York Knicks erst seine zweite Niederlage in den vergangenen 31 Spielen. Ohne die verletzten Stars LeBron James und Dwyane Wade fand der Titelverteidiger kein Mittel gegen Knicks-Anführer Carmelo Anthony. Der Olympiasieger war mit 50 Punkten der überragende Akteur.

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dpa

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