"Es gab bisher keine Richtung"

Nach Olympia-Aus: Cortina kritisiert DEL

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Pat Cortina fordert ein Umdenken.

Köln - Bundestrainer Pat Cortina sieht das Scheitern der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft in der Olympia-Qualifikation als Signal. Deshalb appeliert er an die DEL.

„Alle Dinge im Leben passieren aus einem Grund. Das war ein Weckruf“, sagte der 48-Jährige im Gespräch mit Sport1. Die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) hatte vor gut vier Wochen beim Ausscheidungsturnier in Bietigheim-Bissingen erstmals auf sportlichem Weg die Teilnahme an den Winterspielen verpasst.

Cortina, dem am Wochenende als Trainer des EHC München auch das Ticket für die Play-offs der Deutschen Eishockey Liga (DEL) entgangen war, forderte nach dem Aus auf dem Weg nach Sotschi Veränderungen. „Das Nationalteam muss oberste Priorität haben - das müssen Liga, Spieler und Klubs verinnerlichen“, sagte der Italo-Kanadier: „Es ist Zeit, dass wirklich alle an einem Strang ziehen. Es gab bisher keine Richtung.“

Auch beim DEB müsse anders gearbeitet werden. „Es wurde im Nationalteam nicht viel für die Entwicklung der Spieler getan. Das muss sich ändern, dann wird es auch wieder aufwärts gehen“, glaubt Cortina.

Die Arbeit an vielen Stellen sei kritisch zu hinterfragen. „Ich habe das mit Olympia ja nicht allein zu verantworten“, sagte Cortina. Er selbst will seine Arbeitsweise mit Blick auf die anstehende WM in Finnland und Schweden (3. bis 19. Mai) überdenken: „Ich werde Dinge anders machen im Nationalteam. Ich werde vielleicht auch die Spieler anders aussuchen.“

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SID

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