Nach Dopingsperre: Radprofi Rasmussen will Schadenersatz

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Der dänische Radprofi Michael Rasmussen klagt gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber, die niederländische Rabobank.

Amsterdam - Der dänische Radprofi Michael Rasmussen klagt gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber, die niederländische Rabobank. Für seine fristlose Kündigung nach einer Dopingsperre fordert er Schadenersatz in Millionenhöhe.

Der dänische Radprofi Michael Rasmussen hat gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber, die niederländische Rabobank, bei einem Gericht in Arnheim eine Schadenersatzklage in Höhe von 5,6 Millionen Euro eingereicht. Im Gespräch mit der Tageszeitung De Telegraaf erklärte der 37-Jährige, diese Summe entspreche der Höhe der Einkünfte, die ihm durch seine fristlose Entlassung während der Tour de France 2007 entgangen seien. Nach Angaben von Rasmussens Anwalt Andre Brantjes wird das Gericht den Fall im September oder Oktober verhandeln.

Rasmussen war vom Radsport-Weltverband UCI 2007 für zwei Jahre gesperrt worden. Er hatte wiederholt falsche Aufenthaltsorte angegeben und dadurch einige Dopingkontrollen verpasst. Einen positiven Test von Rasmussen gab es nie, dennoch entließ ihn das Team Rabobank unmittelbar vor dem fast sicheren Gesamtsieg in der Tour 2007 fristlos.

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Bereits 2008 hatte Rasmussen vor einem niederländischen Gericht einen Teilerfolg erzielt, als die fristlose Entlassung in eine normale umgewandelt wurde. Damals erhielt der Däne eine Abfindung in Höhe von 715.000 Euro, unter anderem berechnet auf der Grundlage der verpassten Prämien, die er mit dem Toursieg verdient hätte.

„Als Toursieger hätte ich Millionenverträge erhalten“, sagte Rasmussen nun dem Telegraaf. Unter Umständen, so deutete er an, werde er aus seiner Rabobank-Zeit interne Dinge ausplaudern, die die Bank vermutlich nicht veröffentlicht sehen wolle.

Rasmussen gab 2010 sein Wettkampf-Comeback. Er ist Kapitän des dänischen Kontinentalteams Christina Watches, das für die Tour de France nicht zugelassen wurde.

sid

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