Nach Anschlägen von Boston

Berlin-Marathon: "Keine 100-prozentige Sicherheit"

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Die Läufer des 36. Berlin-Marathon 2009 beim Start in der Nähe der Siegessäule.

Berlin - Nach den Bombenanschlägen von Boston zeigen sich die Veranstalter des Berlin-Marathons schockiert. Nun kündigen sie an, das Sicherheitskonzept für den Lauf zu überprüfen.

Die Veranstalter des Berlin-Marathons haben mit Entsetzen auf die Explosionen in Boston reagiert und eine Überprüfung des eigenen Sicherheitskonzeptes angekündigt. „Wir stehen in ständigem Austausch mit den anderen Organisatoren und werden alles für die Sicherheit tun. Wir müssen das genau hinterfragen, aber 100-prozentige Sicherheit gibt es nicht“, sagte Organisationsschef Jürgen Lock bei Sky Sport News HD. Lock war zum Zeitpunkt der Explosionen in Boston: „So etwas Schreckliches ist schwer zu beschreiben.“

Berlin gehört mit Boston, London, Chicago, New York und Tokio zu den World Marathon Majors (WMM), den wichtigsten Marathonläufen der Welt. Ende September soll in Berlin die 40. Auflage stattfinden. Bei zwei Detonationen im Zielraum des ältesten Städtelaufs der Welt waren am Montagabend in Boston mindestens drei Personen getötet und über 140 Menschen verletzt worden. Knapp 27.000 Läufer waren an den Start gegangen, über 500.000 Zuschauer standen an der Strecke.

London-Marathon findet statt

Trotz der Bomben-Explosionen finden die Marathonläufe in London und Nagano am kommenden Sonntag statt. Die Anschläge haben die Organisatoren des Laufs in der britischen Metropole allerdings in Alarmbereitschaft versetzt. „Wir werden die Sicherheitsvorkehrungen in Zusammenarbeit mit den Organisatoren neu bewerten“, teilte Julia Pendry von der Metropolitan Police mit. Die Veranstaltung in Großbritanniens Hauptstadt werde aber definitiv stattfinden, sagte Nick Bitel, Vorsitzender des London Marathons. In London werden rund 36.000 Teilnehmer an den Start gehen, darunter auch der zweimalige Olympiasieger Mo Farah aus Großbritannien. Die Veranstalter in Nagano rechnen mit 10.000 Läufern. Um die Sicherheit der Aktiven zu gewährleisten, wird das Organisationsteam eng mit der Polizei und den Sicherheitskräften zusammenarbeiten.

dpa

 

Bomben-Anschlag beim Boston-Marathon

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