Nach Absturz: KHL sagt Eishockey-Spiele ab

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Fans des Lokomotive-Jaroslawl-Teams versammeln sich, um Kerzen anzuzünden

Moskau - Nach dem tödlichen Flugzeugabsturz der russischen Mannschaft Lokomotive Jaroslawl hat die KHL alle Partien des ersten Spieltags abgesagt und zu Spenden für die Angehörigen der Opfer aufgerufen.

Darauf hätten sich der KHL-Aufsichtsratsvorsitzende (KHL steht für Kontinentale Eishockey-Liga) Wjatscheslaw Fetissow, KHL-Präsident Alexander Medwedew und der Vorsitzende der Spielervereinigung, Andrej Kowalenko, geeinigt, teilte die KHL am Donnerstag auf ihrer Internetseite mit.

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Bei dem Unglück am Mittwoch war fast das gesamte Team von Lokomotive ums Leben gekommen, darunter der deutsche Nationalspieler Robert Dietrich. Insgesamt wurden 43 der insgesamt 45 Menschen an Bord getötet, als die Maschine vom Typ Jak-42 kurz nach dem Start vom Flughafen Jaroslawl abstürzte. Nur der russische Spieler Alexander Galimow und ein Bordingenieur überlebten schwer verletzt. Die Unglücksursache ist noch unklar.

Bilder vom Unglücksort

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Die Spielervereinigung rief zu Spenden für die Angehörigen der Opfer auf. Ob andere Mannschaften Akteure abstellen, um die Mannschaft von Lokomotive neu aufzubauen, war zunächst unklar. In Jaroslawl erinnerten in der Nacht etwa 3000 Eishockey-Fans mit Kerzen und Blumen an die Opfer. Kirchenglocken schlugen. “Vielen Dank, Jungs“, stand auf einem Plakat. Die Region Jaroslawl gedenkt von diesem Freitag an mit drei Trauertagen der Opfer.

dpa

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