Weltmeister Lorenzo holt Sieg

MotoGP: Bradl feiert Comeback auf Rang 5

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Stefan Bradl auf seiner Honda in der MotoGP in Japan

Motegi - Eindrucksvolles Comeback von Motorrad-Pilot Stefan Bradl in der MotoGP: Zwei Wochen nach seinem Knöchelbruch fuhr der 23-Jährige beim Großen Preis von Japan auf einen starken fünften Rang.

Stefan Bradl trotzte den Schmerzen - und wurde für seine Aufopferung am „verrückten Wochenende“ belohnt. Beim Comeback nur zwei Wochen nach einem Knöchelbruch belegte der Motorrad-Pilot auf dem Twin Ring in Motegi den ausgezeichneten fünften Platz, am vorangegangenen Sonntag hatte der Zahlinger auf Phillip Island/Australien noch zuschauen müssen. Vor dem Saisonfinale der MotoGP am 10. November in Valencia/Spanien hat Bradl nochmal für ein Highlight gesorgt.

„Es war ein langes und hartes Rennen. Wir müssen zufrieden sein“, sagte der 23-Jährige nach dem Großen Preis von Japan. Unter den gegebenen Umständen, so kurz nach der schweren Verletzung und der folgenden Operation, war für den Honda-Fahrer mehr nicht drin. Bradl war rundum glücklich, schließlich hatte er „Down Under“ wegen mangelnder Fitness noch ein Startverbot erhalten.

Außergewöhnlich verlief der vorletzte Grand Prix des Jahres zum Ende einer wochenlangen Übersee-Tour nicht nur für Bradl. „Es war für alle ein verrücktes Wochenende“, sagte der WM-Siebte mit Blick auf den wegen schlechten Wetters ausgefallenen Trainingstag und die nervenaufreibenden Rennen.

Weltmeister Jorge Lorenzo gewann nach dem Coup von Australien zum siebten Mal in der laufenden Saison und vertagte die Titelentscheidung in der MotoGP erneut. Der Yamaha-Pilot holte sich den Sieg vor WM-Spitzenreiter Marc Marquez (Honda), der Rückstand auf seinen spanischen Landsmann beträgt nun 13 Punkte.

Jonas Folger: "Ich bin mit etwas Glück aufs Podium gekommen"

„Die Meisterschaft ist erst zu Ende, wenn wir keine Rennen mehr fahren“, erklärte Lorenzo: „Ich liege nicht in Führung, mal sehen auf welche Strategie wir in Valencia setzen.“ Der Mallorquiner hat 305 Punkte auf dem Konto. Marquez (318), der auf Phillip Island disqualifiziert worden war, geht mit den besseren Aussichten in den Zweikampf um den Titel.

Die Entscheidung in der Moto2 ist dagegen bereits gefallen. Pol Espargaro aus Spanien, der im kommenden Jahr für Yamaha Tech 3 in der MotoGP fahren wird, holte sich seinen ersten Titel. Der 22-Jährige wurde vorzeitig Weltmeister, da die Konkurrenten Scott Redding (Großbritannien) sowie Esteve Rabat (Spanien) in der ersten Runde stürzten und nach dem daraus resultierenden Rennabbruch beim Neustart nicht mehr dabei waren. Pechvogel Redding war gerade erst nach einem Bruch des Handgelenks zurückgekehrt.

Jonas Folger holte (Schwindegg) in der Moto3 als Dritter seinen dritten Podiumsplatz der Saison und bleibt WM-Fünfter. „Das Rennen war gut. Ich bin mit etwas Glück aufs Podium gekommen“, sagte der 20-Jährige und sprach wie Bradl von einem verrückten Wochenende.

Denn auch das Moto3-Rennen hatte es in sich. Luis Salom schied aus, behielt seine Führung im WM-Klassement mit 300 Punkten aber knapp vor Maverick Vinales (298), der hinter Alex Marquez Zweiter wurde. Der bisherige WM-Zweite Alex Rins (295/alle Spanien) belegte nur den 24. Platz und ist Dritter.

Salom wurde in der ersten Runde abgeräumt, fuhr danach weiter, stürzte Mitte des Rennens erneut und musste aufgeben. Rins flog vier Runden vor dem Ende auf Platz drei liegend ins Kiesbett, dadurch rückte der von Rang neun gestartete Folger nach vorn. Philipp Öttl (Ainring) holte als 13. drei WM-Punkte.

Marcel Schrötter (Vilgertshofen) konnte in der Moto2 als Zwölfter ebenfalls punkten, Sandro Cortese (Berkheim) sicherte sich nach Problemen in der Schlussphase gerade noch einen Zähler (15.).

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SID/dpa

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