Party beim Allstar Game

Michael "Air" Jordan wird 50

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Michael Jordan ist Besitzer der Charlotte Bobcats

Boston - Michael Jordan gilt als bester Basketballer der Welt, einige halten ihn gar für den besten Athleten der Sportgeschichte. Am Sonntag wird er 50 Jahre alt - und feiert bei einem Mega-Spektakel.

Für Dirk Nowitzki ist er einfach „der MJ“ - und auch sonst bedarf es bei Michael Jordan keiner weiteren Erklärungen. Muhammad Ali steht fürs Boxen, Franz Beckenbauer für Fußball, die Leichtathletik hat Usain Bolt - und der Basketball eben ihn, Michael „Air“ Jordan. Am Sonntag wird der Überflieger der Korb-Künstler 50 Jahre alt.

Die bekannteste Rückennummer 23 der Sportgeschichte feiert sein halbes Jahrhundert im Rahmen des NBA-Allstar-Wochenendes in Houston. Und es steht zu befürchten, dass Jordan dort den heutigen Stars wie LeBron James („Ich wollte immer wie Michael sein“), Kobe Bryant oder Kevin Durant locker die Show stiehlt. „Keine Frage, er ist der beste Basketballer, den es jemals gab“, betont Earvin „Magic“ Johnson, der ebenfalls als Legende gilt.

Michael Jordan - der Name steht immer noch als Inbegriff eines Siegers. In den Neunzigern führte er die Chicago Bulls in acht Jahren zu sechs NBA-Meisterschaften, wurde in allen sechs Finals zum wertvollsten Spieler gewählt. Fast alle sind sich einig, dass die Bulls auch 1994 und 1995 Champion geworden wären, hätte ihr Superstar nicht ein 18-monatiges Baseball-Intermezzo eingelegt.

Basketball habe ihm immer alles bedeutet, sagt Jordan. Durch ihn habe er immense Schmerzen und intensive Freude erlebt. „Und er hat mir die Chance gegeben, meine Leidenschaft mit Millionen anderen zu teilen - und zwar auf eine Art, die ich nicht erwartet habe und mir auch niemals hätte vorstellen können“, betont der Jubilar.

Wenn er mit ausgestreckter Zunge durch die Arenen Richtung Korb flog, schauten selbst die Gegner fasziniert zu. „Er hat in dir das Verlangen geweckt, nur einen Tag mal fliegen zu können“, sagt Johnson. „Es war das Schlimmste, wenn er auf dich zudribbelte, dir in die Augen schaute und du absolut keine Ahnung hattest, was er als nächstes mit dir macht“, erinnert sich Larry Bird. Zusammen mit „Magic“ Johnson hatte er die NBA in den Achtzigern salonfähig gemacht und dafür gesorgt, dass die Finals wieder live und zur besten Sendezeit übertragen werden. Doch dann kam Jordan und vollzog den nächsten Schritt.

Er trug Basketball in die Welt hinaus, machte den Sport rund um den Globus populär. „Seinetwegen habe ich mir die Rückennummer 23 ausgesucht“, betont David Beckham. „Wir sind weltweit in die Kinderzimmer gekommen, aber ohne Michael wäre das nie möglich gewesen“, sagt Johnson. „Michael war nicht nur Basketballspieler, sondern eine Berühmtheit.“

Doch Jordans einzigartige Karriere hatte einen steinigen Anfang. In Wilmington/North Carolina durfte er als Zehntklässler nicht im High School-Team mitspielen - seine 1,80 Meter erschienen dem Coach als schlichtweg zu klein, um auf höchstem Level mithalten zu können. „Anschließend wollte ich ihm beweisen, du hast einen Fehler gemacht, Kerl“, erinnert sich Jordan.

Jenes Feuer in ihm wurde bereits im Elternhaus entfacht. Später, sagt Jordan, hätten dann andere lediglich Holz hinzugelegt - Gegenspieler, Trainer, Medien, Zweifler. „Das hat das Feuer so zum Lodern gebracht, dass ich jeden Tag als Basketballer besser werden wollte.“ Er habe in seinem gesamten Leben niemanden getroffen, der so wetteifernd gewesen sei wie er selbst, hatte Jordan einst betont. Sein größter Gegner war nicht der beste Verteidiger der NBA, sondern stets er selbst.

Bei seiner Aufnahme in die Hall of Fame im Jahr 2009, unkte Jordan, dass man ihn eventuell mit 50 wieder spielen sehen werde. Als daraufhin Gelächter ausbrach, warnte er: „Lacht bloß nicht.“ Alle wussten, dass das alte Feuer in ihm immer noch lodert. Antawn Jamison ist überzeugt, dass Jordan heute noch in der NBA mithalten könnte. „Ich würde nicht bezweifeln, dass er in der richtigen Situation mit LeBron oder Kobe in seinem Team zehn oder elf Punkte erzielen würde“, meint der Profi der Los Angeles Lakers.

Die Marke Michael Jordan ist auf jeden Fall immer noch ein Überflieger. Auch fast ein Jahrzehnt nach seinem Karriere-Ende kommen neue „Air Jordan“-Schuhe auf den Markt - und die alten Modelle werden wieder aufgesetzt. Nike hat 20 Designer, die sich ausschließlich damit beschäftigen und macht jährlich mehr als eine Milliarde Dollar Umsatz mit den Schuhen. 58 Prozent der heute in den USA verkauften Basketball-Schuhe sind „Air Jordan“. Für „Magic“ Johnson ist klar: „Michael wird in die Geschichte eingehen wie Muhammad Ali - vielleicht sogar noch größer als er.“

dpa

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