Vorsätze für 2013

Riesch: Ab München soll's besser werden

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Maria Höfl-Riesch will keine vierten Plätze mehr

Semmering/München - Mit ihrem Jahresabschluss war Maria Höfl-Riesch nicht ganz zufrieden. Ab dem Rennen in München am Neujahrstag soll alles ein bisschen besser werden.

Das neue Jahr beginnt so ganz nach dem Geschmack von Maria Höfl-Riesch. „Riesengroß“, versicherte sie nach dem letzten Rennen 2012, sei ihre Vorfreude auf den 1. Januar. In München, auf dem tatsächlich „Berg“ genannten Hügel im Olympiapark, wird dann ein Weltcup-Rennen gefahren, ein Parallel-Slalom. Bei der Premiere im Januar 2011 waren tatsächlich 25.000 Zuschauer gekommen, und die Partenkirchnerin hofft, „dass es wieder so viele werden“, um vor allem sie, Felix Neureuther und Fritz Dopfer zu sehen.

Wie so viele Menschen hat auch Maria Höfl-Riesch einen Vorsatz für das neue Jahr. „Ich hoffe“, sagte sie nach den beiden Rennen im österreichischen Semmering, „dass es öfter aufs Podium geht.“ Daraus sprach bei der Doppel-Olympiasiegerin ein klein wenig der Frust über die Resultate am „Zauberberg“: Vierte im Riesenslalom, Vierte danach im Slalom. „Das sind ja keine schlechten Ergebnisse, aber wenn man zweimal hintereinander neben dem Podium steht, dann ärgert man sich schon ein bisschen“, sagte sie.

Maria Höfl-Riesch: Die Ski-Strahlefrau

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Das alte Jahr endete also trotz zweier Spitzenresultate so gar nicht nach dem Geschmack von Höfl-Riesch. „Insgesamt positiv“ fand sie ihre Leistungen in den bislang 17 von 37 Wettbewerben im Weltcup - ein Sieg (im Slalom von Levi), ein dritter und vier vierte Plätze sind ihr aber doch zu wenig. Sie gebe immer alles, fahre immer mit vollem Einsatz, betonte Höfl-Riesch, aber selbstkritisch räumte sie auch ein: „Es wäre mehr drin gewesen.“ Zum Sprung aufs Podest „muss alles zusammenpassen“, aber oft fehlt eine Kleinigkeit.

Am Samstag fehlten im Riesenslalom allerdings 1,01 Sekunden zu Tina Maze aus Slowenien, die beim ersten Weltcup-Sieg von Veronika Velez-Zuzulova hinter Kathrin Zettel (Österreich) Rang drei belegte. Am Ende wusste auch Alpindirektor Wolfgang Maier nicht so recht, ob er lachen oder weinen sollte. „Ich bin eigentlich zufrieden, aber wir wären natürlich schon gerne auf dem Podium gestanden. Aber vom sportlichen her waren die Leistungen tip top“, sagte er.

Maze verspielte am Samstag eine große Führung nach dem ersten Lauf, ist aber trotzdem weiter auf Rekordjagd. Im Gesamtweltcup hat sie nun 1059 Punkte, so gut war noch kein Ski-Rennläufer vom Start der Saison Ende Oktober bis zum Jahreswechsel. Höfl-Riesch als erste Verfolgerin liegt 427 Punkte zurück. „Bei ihr passt alles perfekt zusammen. So gut wie es die Tina heuer hinbekommt, hat das noch keiner geschafft“, sagt die Partenkirchnerin.

Maze mischt im Gegensatz zu Höfl-Riesch auch immer ganz vorne mit. Sechs Siege, fünf weitere Male auf dem Podest, zweimal Vierte - auch wenn die Deutschge einwirft, dass „die Saison noch lange ist“, der Punkterekord in der Gesamtweltcup-Wertung, gehalten von Hermann Maier (Österreich/2000) seit der Saison 1999/2000, wird vermutlich gebrochen werden. Selbst der Rekord für Siege in einer Saison (14) von Vreni Schneider (Schweiz, 1988/89) ist nicht außer Reichweite.

Maze führt darüber hinaus den Riesenslalom-Weltcup überlegen an, auch im Slalom-Weltcup erweist sie sich als hartnäckig. In Semmering zog sie durch Rang drei an Höfl-Riesch vorbei. Die Olympiasiegerin in dieser Disziplin von 2010 liegt in dieser Wertung allerdings nur sechs Punkte zurück, „da kann“, sagte sie lächelnd, „ja noch so viel passieren“. Zum Beispiel am Dienstag, beim Weltcup-Parallelslom in München (Rennbeginn 17.45 Uhr).

sid

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