Marco Huck verliert WM-Kampf im Schwergewicht

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Marco Huck (r) boxte am Samstag in der Stuttgarter Porsche-Arena gegen gen Russen Alexander Powetkin um die Weltmeisterschaft im Schwergewicht nach Version der WBA.

Stuttgart - Profi-Boxer Marco Huck ist beim Versuch gescheitert, erster deutscher Weltmeister im Schwergewicht seit 80 Jahren zu werden.

Der 27 Jahre alte Berliner verlor Samstagnacht in der Porsche-Arena Stuttgart nach Punkten (112:116, 113:114, 114:114) gegen Titelverteidiger Alexander Powetkin. Der WBA-Weltmeister aus Russland blieb damit auch im 24. Profikampf unbesiegt. Cruisergewichts-Champion Huck, der erstmals in der Königsklasse antrat, verlor in seinem 36. Kampf zum zweiten Mal. Er wollte erster deutscher Titelträger im Schwergewicht seit Max Schmeling werden.

Vor 7000 Zuschauern hatte Huck seinem Rivalen überraschend schwer zugesetzt. Der neun Kilogramm schwerere Russe ließ sich von dem schnelleren Herausforderer schon in der vierten Runde aus dem Konzept bringen, als er mehrere schwere Treffer kassierte. Der boxerisch limitierte Huck beeindruckte den Weltmeister mit ungestümen Attacken. Powetkin war zwar wie erwartet der bessere Techniker, hatte aber konditionelle Probleme. “Der Typ konnte nicht mal mehr stehen und wird zum Champion erklärt“, sagte Huck enttäuscht.

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Am Ring saß auch der Brite Dereck Chisora. Der 28-Jährige hatte eine Woche zuvor in München für einen Skandal gesorgt. Nachdem er gegen WBC-Weltmeister Vitali Klitschko verloren hatte, lieferte er sich mit seinem Landsmann und Ex-Weltmeister David Haye eine Schlägerei. Zuvor hatte er Klitschko beim öffentlichen Wiegen geohrfeigt und dessen Bruder Wladimir Klitschko bespuckt. Die Zuschauer in Stuttgart pfiffen den Briten aus.

dpa

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